Von einem „wachsenden Park“ spricht Joachim Bauer. Der stellvertretende Grünflächen-Chef der Stadt meint damit, dass der geplante, insgesamt 30 Hektar große Bürgerpark im Osten des Sürther Feldes nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt entwickelt wird. Vor kurzem haben die Arbeiten für den ersten Teil begonnen. Entlang der Hammerschmidtstraße werden rund 700 heimische Sträucher und ungefähr 80 Bäume gesetzt.
Damit die Büsche ungestört anwachsen können, werden sie mit einem Kaninchenzaun vorerst geschützt. Ein Schotterweg wird gebaut, der von Norden nach Süden quer durch den geplanten Park führt. Entlang dieses Weges werden die Bäume gepflanzt – eine Allee soll einmal entstehen. Auch eine Wiese wird angelegt, der vorhandene Acker bleibt erhalten. Der Landwirt bestellt ihn neu.
Etwa 800 Wohneinheiten sind auf dem 70 Hektar großen Sürther Feld geplant.
Außerdem: Ein Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule an der Straße „Am Feldrain“, mehrere Kindertagesstätten, ein Mehrgenerationenhaus in der Mitte des Baufeldes sowie Flächen für Einzelhandel und Büros an der Eygelshovener Straße.
Die Erschließung des Neubaugebietes erfolgt über den Grüner Weg/Lisztstraße und über die Eygelshovener Straße, die beide noch ausgebaut werden.
Der erste Wohnbauabschnitt im Nordwesten mit etwa 220 Wohneinheiten ist nahezu fertiggestellt. In die 80 Einfamilienhäuser sind die meisten Bewohner bereits eingezogen, an den 140 Wohnungen in Reihen- und Mehrfamilienhäusern wird noch gebaut.
Bereits fertig ist die Bezirkssportanlage im Sürther Feld mit Fußballplätzen und Leichtathletikbahn. Ein neues Vereinsheim des TV Rodenkirchen soll in Kürze eröffnet werden. (süs)
Der komplette künftige Bürgerpark liegt in einer Senke eines ehemaligen Rheinarmes zwischen Hammerschmidtstraße im Osten und der Straße „Am Feldrain“ im Süden. Er grenzt an das nördlich gelegene Musikerviertel an sowie an das Neubaugebiet im Westen, das derzeit entsteht. Eigentlich ist der Bürgerpark eine landschaftsrechtlich geforderte Ausgleichsfläche, die quasi als Entschädigung für den Verlust von Grünflächen durch die neue Wohnbebauung angelegt wird. Das Sürther Feld wurde bislang landwirtschaftlich genutzt.
Naturbelassener Charakter
Von den Hauseigentümern des fast fertigen ersten Wohnbauabschnitts im Nordwesten habe die Stadt sogenannte Ausgleichszahlungen eingefordert. Mit diesem Geld wird nun der erste Abschnitt des Bürgerparks hergerichtet. „Wir fassen kein städtisches Geld an“, betont Joachim Bauer. Deshalb soll der zweite Teil des Parks erst dann gebaut werden, wenn der zweite Wohnbauabschnitt fertig ist und wenn erneut Ausgleichszahlungen in die städtische Kasse fließen – Schritt für Schritt also.
Der Charakter des Bürgerparks soll weitgehend naturbelassen sein. Es entstehen keine Spielplätze, diese werden innerhalb der Wohnbebauung angelegt. Im Gespräch war vor ein paar Jahren ein Bolzplatz, darüber gebe es noch keine endgültige Entscheidung, sagt Joachim Bauer. Möglicherweise werden einmal Bänke aufgestellt, das sei aber noch Zukunftsmusik.


