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Sürther Feld: Ein Sportplatz ohne Platzwart

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Um die im vergangenen Herbst eröffnete Sportanlage auf dem Sürther Feld kümmert sich kein Platzwart, sondern die Vereine selbst. Foto: Haaser
Auf der Bezirkssportanlage im Sürther Feld tragen die Vereine die Verantwortung für den Zustand der neuen Anlage. Ein eigener Platzwart wurde vom Sportamt nicht bewilligt, obwohl der Platz an sieben Tagen in der Woche genutzt wird.  Von
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Der Job als Platzwart ist in Köln vom Aussterben bedroht. Auch auf der im vergangenen Herbst eröffneten Bezirkssportanlage im Sürther Feld gibt es ihn nicht mehr. „Das für Personalfragen zuständige Haupt- und Organisationsamt hat unseren Antrag abgelehnt“, sagt Dieter Sanden, Leiter des Sportamtes. Platzwarte gebe es ohnehin nur noch sehr selten. Obwohl auf der Anlage an sieben Tagen in der Woche Betrieb herrscht, hält das Haupt- und Organisationsamt einen Platzwart offenbar für entbehrlich.

Auf der 70 000 Quadratmeter großen Sportanlage trainieren die Schüler der benachbarten Gesamtschule, Schüler anderer Schulen aus dem Bezirk, drei Fußballvereine und die Athleten des TV Rodenkirchen (TVR). Den Platz vorzubereiten, Geräteräume aufzuschließen, Tore aufzustellen und nach der Trainingseinheit alles wieder in den Ausgangszustand zu versetzen – diese Aufgaben fallen inzwischen den Vereinen zu. Sie müssen auch für die Einhaltung der Hausordnung sorgen.

Zigarettenkippen auf dem Platz

„Dass eine so teure Anlage nicht von einem Platzwart betreut wird, ist fatal“, ärgert sich Iris Januszewski, Vorsitzende des TVR und des Stadtbezirkssportverbandes. Die Vereine würden zwar versuchen, dieses „Schmuckstück“ in bester Ordnung zu halten. Die Belastbarkeit der Trainer habe aber Grenzen. „Die arbeiten ja fast alle ehrenamtlich und reißen sich ohnehin schon ein Bein aus“, meint Januszewski.

Oft kämen sie direkt nach der Arbeit auf die Anlage. Nach dem Training würden sich viele beeilen, zu ihren Familien zu kommen. „Dann noch zusätzlich jemanden zu finden, der die Verantwortung für die Anlage übernimmt – das geht nicht“, sagt Januszewski. Außerdem wären Ansprechpartner für die doch recht komplexe Anlage hilfreich. Auch die Bezirksvertretung Rodenkirchen will sich für einen Platzwart einsetzen. Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion wird in der nächsten Sitzung verhandelt.

Von Problemen auf der Anlage weiß auch Dieter Sanden. Mal vergesse jemand, die Türen abzuschließen, das Flutlicht auszuschalten oder die Umkleiden in Ordnung zu bringen. Januszewski ärgert sich über Zigarettenkippen, die regelmäßig auf dem Platz landen. Sie ist sich sicher: Den Platzwart einzusparen kommt die Stadt am Ende teuer zu stehen. Als abschreckendes Beispiel erzählt sie von der Turnhalle Mainstraße. Dort waren die Kosten für den Hallenwart eingespart worden. Laut Januszewski mit dem Ergebnis, dass die Halle verwahrloste und saniert werden musste.

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