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Sürther Feld: Startschuss für den Sport im Süden

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Viel Beifall zollten die Zuschauer den Schülerinnen und Schülern beim ersten offiziellen Staffellauf auf der neuen Kampfbahn. Im Hintergrund ist die Integrierte Gesamtschule zu sehen. Foto: Süsser
Nach vielen Verzögerungen konnte die Sportanlage im Sürther Feld endlich eingeweiht werden. Profitieren werden von den neuen Kunstrasenplätzen und der Leichtathletik-Kampfbahn besonders die Vereine und Schüler in der Umgebung.  Von
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Es gab Zeiten, da rauften sich die Sportler und Freunde des Sports im Kölner Süden die Haare, weil die Planungen zur Sportanlage im Sürther Feld nicht vorangingen. 2009 sollten die beiden Kunstrasenplätze und die Leichtathletik-Kampfbahn eigentlich fertig sein. Aber erst jetzt konnte sie der Oberbürgermeister Jürgen Roters zusammen mit dem Rodenkirchener Bezirksbürgermeister Mike Homann offiziell eröffnen.

Dafür ist die Freude bei den Beteiligten nun umso größer. „Das bedeutet einen Riesenschub für den Kölner Süden“, sagte Georg Komma, Chef beim Fußballclub Rheinsüd. „Endlich haben Vereine und Schulen einen Leichtathletikplatz“, meinte Iris Januszewski vom TV Rodenkirchen. Auch Ralph Kuhn, der Leiter der benachbarten Integrierten Gesamtschule Rodenkirchen, zeigte sich begeistert. „Wir haben lange genug darauf gewartet“, befand er.

Schwieriger Weg bis zur Eröffnung

Olympionikin Leena Günther wurde von Jürgen Roters (r.) und Mike Homann zur Sportbotschafterin ernannt.
Olympionikin Leena Günther wurde von Jürgen Roters (r.) und Mike Homann zur Sportbotschafterin ernannt.
Foto: Süsser

Jürgen Roters bezeichnete die Sportanlage als „großartig“, wenngleich es bis zur Eröffnung ein schwieriger Weg gewesen sei, wie er meinte. Die Olympia-Fünfte in der 4-X-100-Meter-Staffel, Leena Günther, startete den ersten Staffellauf-Wettkampf auf der Anlage, bei dem Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) und des TV Rodenkirchen gegeneinander antraten. Nachwuchskicker vom TSV Weiß und Rheinsüd kickten auf dem Kunstrasen, Mädchen des TSV führten Akrobatik vor.

Jürgen Roters ernannte Leena Günther bei der Eröffnungsfeier zur Sportbotschafterin der Stadt Köln für die Leichtathletik. Viel Beifall erhielt sie von den anwesenden Vertretern aus Politik, Verwaltung und Sport.

Hauptnutzer sind die IGS, die jahrelang ohne eigene Außensportplätze auskommen musste, der TV Rodenkirchen sowie der Fußballclub FC Rheinsüd, der bislang in Sürth und Rodenkirchen spielte und trainierte – auf maroden und veralteten Sportplätzen. Auch die Fußballvereine aus Weiß und Rondorf werden die Plätze bespielen. Vor allem der FC Rheinsüd beklagte jahrelang die miserablen Zustände und das viel zu geringe Platzangebot für den großen Verein.

Seit 17 Jahren gewünscht

Schon vor 17 Jahren sei konkret über eine Groß-Sportanlage im Sürther Feld nachgedacht worden, meinte Karl Jürgen Klipper, Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung. Die Beschlüsse seien in den Jahren 2002 bis 2004 gefasst worden. In der Folgezeit gab es aber immer wieder Umplanungen, und der Baustart wurde mehrfach hinausgeschoben, obwohl die rund sechseinhalb Millionen Euro im städtischen Haushaltsbudget zur Verfügung standen. Es gab Anwohnerklagen wegen des befürchteten Lärms und in der Folge eine nachträgliche Erhöhung der Lärmschutzwände. 2010 erfolgte ein Planungsstopp wegen unerwartet hoher Nebenkosten, die die Stadt nicht einkalkuliert hatte und die sich bei Rechnungsprüfungen ergeben hatten. Das ganze Projekt stand zu dieser Zeit auf der Kippe. Die fachliche Prüfung der Ausschreibung im vergangenen Frühjahr dauerte länger als üblich, wegen einer übergroßen Anzahl von Bewerbern, wie es bei der Stadt hieß. Beauftragt wurden die Garten- und Landschaftsarchitekten „Dalhaus und Engelmayer“.

Im Juli 2011 begannen die ersten Vorarbeiten, und es wurde zunächst ein kleiner Kreisverkehr angelegt. Für die Tieferlegung der Plätze wurde tonnenweise Erde ausgebaggert. Im März 2012 waren die Erdarbeiten für die Lärmschutzwälle weitgehend abgeschlossen. Sie sind sechs bis neun Meter hoch und schließen mit einer Steinmauer ab. Der Parkplatz mit 235 Stellflächen entstand, Masten für die Flutlichtanlage sowie die Ballfangzäune wurden aufgestellt und Bäume gepflanzt. Im Mai wurden die Kunstrasenflächen verlegt. Der TVR baut derzeit sein Vereinsheim auf dem Gelände, im Anschluss soll das Clubhaus des FC Rheinsüd errichtet werden.

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