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Tod eines 17-Jährigen: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen

Durch die Wucht der Explosion wurde der 17-Jährige aus dem vierten Stock mehrere Meter tief in den Hinterhof geschleudert, wo er starb. Foto: Krasniqi
Gegen den schwerverletzten Tatverdächtigen im Mordfall Semmy D. hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Fernando S. wird nun ins Justizkrankenhaus Fröndenberg verlegt.
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Zollstock. 

Vier Wochen nach der Verpuffung in einer Zollstocker Wohnung, bei der der 17-jährige Semmy D. ums Leben kam, verkündete eine Richterin dem mutmaßlichen Täter Fernando S. am Dienstag den Haftbefehl – er lautet auf Mord aus niederen Beweggründen. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Alf Willwacher.

Beim Termin im Krankenhaus Merheim verzichtete Fernando S. auf eine Dolmetscherin für Portugiesisch. Er soll gesagt haben, grundsätzlich aussagen zu wollen, könne sich derzeit allerdings nicht an alles erinnern. Der Mann soll „ziemlich niedergeschlagen“ gewirkt haben, seine Hände sind noch bandagiert. Ärzte hatten ihn Mitte September aus dem künstlichen Koma erweckt.

Der 52-Jährige soll am 27. August in die Wohnung des 17-Jährigen eingedrungen sein und dort literweise Benzin vergossen haben. Semmy D. war der Freund seiner 14-jährigen Tochter; Fernando S. war gegen die Beziehung. In der Wohnung kam es zu einer Verpuffung, Semmy D. wurde aus dem Fenster im dritten Stock geschleudert und starb. Fernando S. wird nun ins Justizkrankenhaus Fröndenberg verlegt. (hd/hsr)

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