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Weihnachtsbasare: Adventsmärkte im Kölner Süden

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Beim Basar in Weiß gab es auch diese rotnasigen Gesellen zu kaufen. Foto: Philipp Haaser
Zum Beginn der Weihnachtszeit bieten viele Adventsmärkte ein umfangreiches Sortiment kreativer Geschenkartikel. Im Kölner Süden locken in diesem Jahr Märkte in Zollstock (St. Pius), in Rodenkirchen (St. Josef) und in Weiß (St. Georg).  Von
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Adventszeit ist Basarzeit. Im Kölner Süden bestreiten vor allem die Kirchengemeinden den Auftakt. Oft fließen die Einnahmen aus dem Verkauf der Adventskränze, selbst gefertigter Geschenkideen, Kaffee, Waffeln und Kuchen an wohltätige Einrichtungen und Projekte – im Bezirk und weltweit.

St. Pius (Zollstock)

Zum Beginn der Weihnachtszeit bieten viele Adventsmärkte ein umfangreiches Sortiment kreativer Geschenkartikel.
Zum Beginn der Weihnachtszeit bieten viele Adventsmärkte ein umfangreiches Sortiment kreativer Geschenkartikel.
Foto: Philipp Haaser

Der Weihnachtsbasar im Gemeindesaal von St. Pius lief in diesem Jahr unter dem Stichwort „Kreativbasar“. Topflappen und Häkelmützen suchen die Besucher vergebens. Neben den obligatorischen Adventskränzen und Weihnachtsgestecken liegen auf den Tischen selbst gemachte Marmeladen, Patchworktaschen, bestickte Schlüsselanhänger, Schmuck und Kuscheltiere. „Ich habe jahrelang für den Basar Kränze geflochten “, sagt Beate Schmitt an ihrem Stand mit Selbstgenähtem. „Diesmal wollte ich etwas anderes machen.“ Die gelernte Floristin hatte vor drei Monaten angefangen, mit ihrer Nähmaschine kleine Geschenkartikel zu produzieren, unter anderem ein ein zum Buchhalter weiterentwickeltes Kissen. „Damit kann man entspannt im Bett lesen“, erläutert Schmitt.

Rita Diedenhofen vom Kirchenvorstand der Gemeinde hat den Basar gemeinsam mit Elfriede Ponjatowski von der katholischen Frauengemeinschaft umgekrempelt. Die kreativen Hobbys der Gemeindemitglieder stehen jetzt mehr im Mittelpunkt. „Die Sachen sind ausgefallen und innovativ. Das hat den Basar neu belebt“, meint Schmitt. Ponjatowski, die den Trödelstand der katholischen Frauengemeinde Deutschlands organisiert hat, freut sich über die Halsketten, die an einem Stand ausliegen. „Das sieht alles nett aus“, sagt sie. Ihr Mann war so aufmerksam zu bemerken, auf welche Kette sie ein Auge geworfen hat. Sie hängt nun an ihrem Hals. Aus den kreativen Händen der Gemeinde stammten übrigens auch die Karnevalsorden für die Sitzungen Anfang des kommenden Jahres, berichtet Diedenhofen stolz.

St. Josef (Rodenkirchen)

In der Rodenkirchener Wabe erwartete die Besucher hingegen ein klassischer Weihnachtsbasar mit selbst gestrickten Pullovern, Kinderkleidung, Filzpantoffeln, Aquarellen und Weihnachtsgestecken. Eine Gruppe von Frauen bastelte in den Tagen vor dem Basar mehr als 30 Kränze für die Adventszeit. Katharina Weber half fleißig mit. Im Mai schon hat sie begonnen, Kerzen für den Basar anzufertigen. Von ihren kleinen Engeln aus Spitze und echten Federn hat sie schnell fast alle verkauft. „Ich hätte mehr machen sollen“, bemerkt sie. Inge Neideck am Stand nebenan verkauft kleine Holzengel. Weniger groß ist die Nachfrage bei Handschuhen und Schals. „Dafür ist das Wetter vielleicht noch zu warm“, vermutet Neideck. Die Stricksocken von Franziska Weber gehen allerdings gut. Sie hat sich auf Herrensocken spezialisiert. „Der Mann meiner Enkelin hat mir öfter gesagt, dass die Socken herrlich kuschelig seien“, sagt sie.

St. Georg (Weiß)

Beate Schmitt (r.) und Rita Diedenhofen freuen sich über den Erfolg des Kreativbasars im Gemeindesaal an der Irmgardstraße.
Beate Schmitt (r.) und Rita Diedenhofen freuen sich über den Erfolg des Kreativbasars im Gemeindesaal an der Irmgardstraße.
Foto: Philipp Haaser

„Wir hatten mehr als 100 Marmeladengläser hier stehen“, sagt Margret Wahn im Pfarrheim in Weiß. Übrig geblieben ist am späten Nachmittag nur noch eine Handvoll. Unter den verkauften waren so ausgefallene Sorten wie Kürbis-Apfel-Marzipan, aber auch Klassiker wie die Holundermarmelade.

Marlies Bartscherer, Carola Loppe und Berti Kortländer betreuen den Stand mit den Kränzen und Gestecken. Einige sind mit dicken bunt gefärbten Wollfäden verziert. „Wir kundschaften die Trends im Gartencenter und in Zeitschriften aus“, gibt Bertscherer preis. Eine Woche lang saßen sie zusammen und verarbeiteten frische Zweige und Grünzeug. So mancher Gartenbesitzer aus Weiß stimmt sich mit den bastelnden Damen ab, damit die Zweige als Adventsdekoration verwertet werden können.

Im Vorraum zeigen Siegfried Groddeck und seine Frau Margret Böhling Fotografien aus Haiti. Mit ihrem Arbeitskreis „Eine Welt“ unterstützen sie eine Schule auf der Karibikinsel. Neue Toilettenhäuschen und ein Schatten spendendes Vordach gehören zu den Errungenschaften. „Nach dem Erdbeben in der Hauptstadt ist die Zahl der Schüler dort von 160 auf 300 gestiegen“, berichtet Groddeck, der sich im Januar auf den Weg macht, um acht Wochen vor Ort mitzuhelfen. Die Einnahmen aus dem Basar nimmt er dann mit.

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