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Beschwerden: Warten auf den Postboten

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Foto: Christopher Arlinghaus
In Rösrath müssen einige Bürger lange auf ihre Post warten. Weil die Mitarbeiter seit kurzer Zeit neben Briefen nun auch Pakete zustellen müssen, verzögert sich die Zustellung. Sehr zum Ärger der Wartenden.  Von
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„Anfang Dezember hatten wir eine Woche, in der wir nur an drei Tagen Post bekommen haben“, sagt Peter Brauer aus Lehmbach. Auch andere Bürger aus Hoffnungsthal und Rösrath klagen seit Monaten über ausbleibendende oder stark verspätete Briefzustellung. Brauer, der unter anderem einen Versandbuchhandel betreibt, ist auf fristgerechte Auslieferung von Sendungen angewiesen – rund 25 Verlage beliefern ihn per Post. Für kleine Unternehmen sei pünktliche Zustellung „existenzwichtig“, sagt Brauer. Mit anderen Leidtragenden meldete er sich mehrfach bei der Deutschen Post zu Wort – zuletzt mit E-Mails an Frank Appel, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post.

Dieter Pietruck, Post-Pressesprecher in Düsseldorf, bestätigt Zustellungsprobleme und Beschwerden aus Rösrath. Allerdings sind die Schwierigkeiten laut Pietruck inzwischen behoben. „Seit Mitte November läuft das System relativ stabil.“ Als Ursache für die verzögerte oder ausbleibende Zustellung nennt er Umstellungsschwierigkeiten: Seit 1. September sind die Zustellbezirke in Rösrath neu zugeschnitten, gleichzeitig hat die Deutsche Post dort die Verbundzustellung eingeführt – das heißt, dass jeder Zusteller sowohl Briefe als auch Pakete ausliefert und mit dem Auto unterwegs ist. „Das war natürlich für die betroffenen Mitarbeiter eine völlig neue Situation“, sagt Pietruck. Statt 19 Briefzustellbezirken gibt es in Rösrath nun 24 Verbundbezirke. Neben der nötigen Einarbeitung hätten längerfristige Erkrankungen zu den Problemen beigetragen. Zeitweise habe es an Personal gemangelt. Der Wechsel zur Verbundzustellung sei schließlich mit dem Weihnachtsgeschäft zusammengetroffen, sagt Pietruck: „Das ist etwas ungünstig gelaufen.“ Ein anderer Termin sei aber nicht möglich gewesen, weil die Umstellung parallel zum Umzug in neue Räume am Nussbaumweg erfolgen sollte.

Unterdessen widerspricht Postkunde Brauer der Aussage, inzwischen seien die Probleme ausgeräumt. Tage ohne Postzustellung gebe es zwar nicht mehr, vergangenen Freitag sei der Zusteller jedoch erst um 17.15 Uhr bei ihm angekommen. Letzteres wiederum erklärt Pietruck mit dem hohen Postaufkommen vor Weihnachten. Jan Jurczyk, Pressesprecher beim Bundesvorstand der Gewerkschaft Verdi, sieht bei der Verbundzustellung eine „deutlich höhere“ Arbeitsbelastung für die Beschäftigten. „Die Post muss für Entlastung sorgen“, stellt er fest, „das heißt: mehr Leute einstellen.“

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