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Dreigestirn: Jecke wollten Strumpfband sehen

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Das Rösrather Dreigestirn: Jungfrau Christina (Christopher Kontis), Prinz Kai (Fettweiß) und Bauer Thorsten (Krienke). Foto: Christopher Arlinghaus
Das neue Rösrather Dreigestirn zeigte bei der Einführung viel Humor. Zusammen mit etlichen Jecken feierten sie ausgelassen im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Rösrath. Für ihre Amtszeit musste sich Jungfrau Christina den Bart abrasieren.  Von
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„Ein dreifaches: Kölle Alaaf! Forsbach Alaaf! Rösrath Alaaf!“, klang es am Samstagabend unzählige Male aus dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Rösrath. Bei der Prinzenproklamation fanden sich dort etliche Jecke zusammen und feierten ausgelassen den Einzug des neuen Rösrather Dreigestirns: Prinz Kai I. (Fettweiß), Bauer Thorsten (Krienke) und Jungfrau Christina alias Christopher Kontis. Letzterer musste sich bereits am 21. Dezember 2012 während einer emotionalen Prozedur den geliebten Bart abrasieren lassen, der anschließend für über 200 Euro bei seinem Verein Dörper Einigkeit versteigert wurde. Denn der Jungfrau, die traditionellerweise von einem Mann verkörpert wird, ist es nicht erlaubt einen Bart oder Schnäuzer zu tragen.

Mit den Worten „Welch Glanz auf dieser Bühne“, begrüßte sie Marcus Sieger, Vorsitzender des Karnevalskomitee, das Dreigestirn und überreichte feierlich Pritsche, Spiegel, Dreschfegel – und schlussendlich natürlich auch den Stadtschlüssel. „Den Stadtschlüssel und unseren Segen habt ihr – und auch den der Energie GmbH“. Denn alle drei Mitglieder des Dreigestirns sind in der Strombranche tätig, setzen sich für erneuerbare Energien ein und sollen dies auch gerne in den fünf Wochen ihrer Herrschaft einfließen lassen. Mit viel Humor stellten sich die drei persönlich vor und dankten den Jecken für ihre Unterstützung. Denn „Ob Jung oder Alt, der Karneval macht eben vor keinem Halt“, verkündete Prinz Kai I. das Motto des Dreigestirns.
Gegen Ende der Proklamation forderte das Publikum plötzlich unerwarteterweise: „Wir wollen das Strumpferl sehen!“ Jungfrau Christina ging darauf ein, hob langsam ihren Rock und brachte so ein rotes Strumpfband zum Vorschein. Tosender Applaus vom Publikum folgte.

Auch das alte Dreigestirn mitPrinz Michael I. (Leidheuser), Bauer Heinz Kreuzberg und Jungfrau Johanna (Rainer Simpich) erschien kurz auf der Bühne, bedankte und verabschiedete sich und ermahnten ihre Nachfolger, ihre kurze Herrschaft in vollen Zügen zu genießen. Zum Schluss zogen sie wortwörtlich ihr Zylinder vor ihnen.

Abgerundet wurde die ganze Veranstaltung von Auftritten des Comedians Bernd Stellter und der Höhner. Diese gaben aus Anlass ihres 40-jährigen Bestehens ein kleines Konzert, in dem sie aus Lieder aus jedem Jahrzehnt spielten. Ihre Klassiker „Viva Colonia“ oder „Nur die Liebe zählt“ stießen bei dem feierwütigen Publikum natürlichen auf große Begeisterung, wurden lautstark mitgesungen.

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