Am Bahnhof Rösrath kommt der barrierefreie Zugang zum Gleis 2 weiter nur im Schneckentempo voran. Wahrscheinlich kann die Stadt Rösrath Ende 2013 mit den Bauarbeiten beginnen – deutlich später als angestrebt. Laut Stadtverwaltung sind die Verträge mit der Deutschen Bahn unter Dach und Fach, auch die lange ausstehende Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt liege „seit kurzem“ vor. Nächster Schritt ist die detaillierte Planung der Bauausführung, die wiederum mit der Bahn abzustimmen ist. Anschließend kann die Stadt die Bauarbeiten ausschreiben.
Der Erftstädter Bahnhof ist nicht viel mehr als ein rostiger Unterstand.
Foto: Britta HavlicekVorgesehen ist, die Unterführung zwischen Gleis 1 und Gleis 2 mit Rampen zu versehen – damit sollen Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder gebrechliche Fahrgäste problemlos zum Gleis 2 gelangen. Die Baukosten beziffert die Stadt Rösrath zurzeit mit 280.000 Euro, 90 Prozent der Summe kann sie mit Geld vom Land bezahlen. Ein Förderbescheid liegt seit 2007 vor, die Zusage des Landes gilt aber offenbar nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag. Deshalb strebt die Stadt an, wenigstens Ende 2013 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Noch im Sommer 2012 hatte die Stadt einen Baubeginn in diesem Frühjahr angepeilt. Mit der Deutschen Bahn ist vereinbart, dass die Stadt Rösrath die Rampen ohne finanziellen Beitrag des Verkehrsunternehmens baut.
Die anschließende Pflege und Reinigung sollen sich Kommune und Bahn teilen. Im Zuge der Neugestaltung von Bahnhofsumfeld und Busbahnhof hat die Stadt bereits 2010 eine Rampe vom Bussteig zum Gleis 1 fertiggestellt – für dieses Projekt benötigte sie keine Zustimmung der Deutschen Bahn.


