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Insolvenz: Kündigungen vor Weihnachten

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Die Rettung von Folienhersteller Paja ist gescheitert, die Firma ist insolvent. Die zurzeit noch 45 Mitarbeiter werden noch vor Weihnachten gekündigt. Momentan werden die letzten Aufträge erledigt.  Von
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„Man hat keine nachhaltige Perspektive an dem Standort“, sagt Stefan Schaap, der zuletzt mit dem Management des Industriebetriebs Paja Folien betraut war. Ergebnis ist, dass sich das Unternehmen nicht retten lässt, die zurzeit noch 45 Mitarbeiter werden noch vor Weihnachten gekündigt. Momentan erledigen sie die letzten Aufträge, bis zum Jahresende räumen die Beschäftigten das Firmengelände. Danach sind noch das Grundstück und die Maschinen des Unternehmens zu verkaufen. Die Abwicklung liegt in Händen des Kölner Rechtsanwalts Christoph Niering, der als Insolvenzverwalter eingesetzt ist.


Die Probleme des Unternehmens entstanden zuletzt durch starke Konkurrenten auf dem Weltmarkt und die Bedingungen beim Einkauf von Grundstoffen für die Produktion. Bei der Herstellung von Spezialfolien sind vor allem Granulate erforderlich, deren Preise stark schwanken. Deshalb hatte Paja Ende September Insolvenz angemeldet, seither war Niering als Insolvenzverwalter tätig.


Damit stand die Zukunft des Folienherstellers schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren auf der Kippe. Anfang Dezember 2010 musste das Unternehmen zum ersten Mal Insolvenz anmelden und suchte nach einem Investor. Ein Jahr später, zum Jahreswechsel 2011/2011 übernahm der Bergisch Gladbacher Unternehmer Jens Luitjens den Industriebetrieb. Er habe Paja „neu organisiert und strukturiert“, erklärte er nach dem Start. Er kündigte damals an, die Produktion auszuweiten und auf bestimmte Typen von Folien zu spezialisieren. Doch mit diesem Konzept konnte er sich nur neun Monate halten.


Nach der erneuten Insolvenz suchte Niering nach einem Weg für das Unternehmen unter neuer Regie. Der Betrieb, der zuvor stillstand, wurde wieder aufgenommen. „Wir waren voller Zuversicht“, sagt Manager Schaap. Es hätten sich Investoren gemeldet, die Interesse hatten, bei Paja einzusteigen. Am Ende scheiterten diese Bemühungen. Die Zukunft des Firmengeländes in Lehmbach ist offen.

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