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Motorsport: Vorsicht, Hütchen!

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Agatha Mazur versuchte sich als Kartfahrerin in Rösrath. Foto: Diethelm Nonnenbroich
Unsere Autorin Agatha Mazur hat beim ADAC-Jugend-Slalom auf der Anlage des AC Bergischer Löwe Rösrath das Kartfahren ausprobiert. Für den Nachwuchs bringt es offenbar nicht nur Vorteile bei den Fahrstunden für den Führerschein.  Von
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Champions-League-Finale und Formel-1-Rennen in Monaco – das Wochenende hatte an Sport einiges zu bieten. Da trifft es sich gut, dass ich genau an diesem Samstag meine sportliche Karriere starte: als Kartfahrerin. Ich habe die Chance, beim Training der Jugendabteilung des Automobil-Clubs Bergischer Löwe Rösrath dabei zu sein, der am Sonntag zum 25. Mal den ADAC-Jugend-Kart-Slalom ausrichtete. Wolfgang Rohde ist Fahrlehrer und trainiert einmal in der Woche mit den 16 Jugendlichen: Samstags wird trainiert, sonntags werden in der Saison von April bis September Wettbewerbe besucht.

„Dieses Jahr haben wir spät mit dem Training angefangen“, erzählt Rohde. Das schlechte Wetter hatte den Start verzögert. Der Parcours ist schon aufgebaut, als ich ankomme. Rohde läuft mit mir einmal die Strecke zu Fuß ab. Die hat es in sich: Mehrere Slaloms, Kreise, aber auch eine „Brezel“ („die müssen Sie wie eine Acht fahren“) und ein „deutsches Eck“ (eine scharfe Kurve) gehören dazu.

Rohde unterhält eine Fahrschule in Rösrath. Ich möchte von ihm wissen, ob Erfahrungen im Kartfahren den Jugendlichen beim Führerschein helfen. Das ist offenbar der Fall: „Dadurch, dass sie schon einmal ein Lenkrad in der Hand gehabt haben, gehen sie bewusster ans Fahren heran“, erklärt er.

Die Eltern, die an der Strecke stehen und ihren Kindern beim Trainieren zuschauen, zählen die Vorteile des Kartfahrens auf: „Die Kinder sind in einem Verein gut aufgehoben, die soziale Komponente ist wichtig“, erzählt ein Vater und ein anderer fügt hinzu: „Das ist doch die beste Fahrschule, so bekommen die Jugendlichen mehr Fahrgefühl.“

Ein Großvater erzählt, dass sein Enkel sich in der Schule besser konzentrieren könne und nun bessere Noten schreibe, seit er mit Kartfahren angefangen habe. Auch ich erfahre am eigenen Leib, wie wichtig Konzentration bei dieser Sportart ist. Sobald man das Gaspedal drückt, röhrt der Motor, und das Fahrzeug schießt nach vorn. Vor Schreck gehe ich mit voller Kraft auf die Bremse: Stillstand. Neuer Versuch: Mit einem Tempo, bei dem die Profis mich ganz bestimmt auslachen, fahre ich durch die Kurven, trotz meiner langsamen Geschwindigkeit nehme ich unfassbar viele von den im Fachjargon „Pylonen“ genannten Verkehrshütchen mit. Endlich kommt eine Gerade, hier gebe ich Gas. Doch schon bei der „Brezel“ verliere ich die Orientierung und fahre den falschen Weg. Egal, weiter geht es. Einmal im Kreis herum, dann biege ich auf die Zielgerade ein. Die Eltern der zukünftigen Kartprofis lächeln etwas mitleidig. Okay, einen neuen Rekord bin ich vermutlich nicht gefahren. „Ach, Sie waren nur ein klein bisschen langsamer als die Jugendlichen“, meint Fahrlehrer Wolfgang Rohde schmunzelnd.

Dann ist Daniel an der Reihe. Der 15-jährige fährt seit knapp drei Jahren im AC Bergischer Löwe Rösrath mit und zeigt, wie es richtig geht. Mit dem sechseinhalb PS-starken Kartfahrzeug nimmt er eine Kurve nach der anderen, kein einziges Verkehrshütchen wackelt. Er wird locker unter einer Minute bleiben, 40 bis 50 Sekunden sind bei diesem Parcours schon sehr gut. Wie bereitet er sich auf das Rennen vor? „Ich trainiere noch ein bisschen, dann schaue ich mir den Streckenverlauf noch einmal an.“ Der Heimvorteil will schließlich gut genutzt sein. Ich überlasse das Kartfahren doch lieber den Profis und verlasse das Trainingsgelände mit dem Gefühl, dass die Jugendlichen für den Wettkampf gut aufgestellt sind.

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