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Schürreskarrenrennen: Waldbeerkirmes endete nass

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Schürreskarrenrennen in Forsbach Foto: Christopher Arlinghaus
Das Schürreskarrenrennen ist traditionell der Abschluss der Waldbeerkirmes in Forsbach. Mit vielen Ideen für ihre Karren und sportlichen Ambitionen machten sich die Teams auf den Weg.  Von
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Waldbeerkirmes in Forsbach – da sind die Forsbacher das ganze Wochenende über in Aktion. Und auch noch am Montagmorgen, wenn das Schürreskarrenrennen startet. Da geht es schon bei der „Zugaufstellung“ auf dem Hof von Whisky Bill zu wie beim Start zum Pferderennen. Aufgeregt waren elf Gruppen, die sich pünktlich um 10.30 Uhr startbereit machten. „Shake it up – Tanzen ist alles“ hatten die Forsbacher Mädchen groß auf ihre Karre plakatiert und mit lauter grazilen Barbie-Puppen behängt. „Wir würden ganz gern so aussehen wie die Barbies, aber ein paar Pölsterchen dürfen bleiben“, meinten Helga Nurna, die wenig später beim Wettessen zusammen mit Ulrike Buchholz geschickt die frischen Blaubeerpfannkuchen verputzte – zwar mit den Händen auf dem Rücken, aber mit weißen Schlabberlätzchen vor der Brust.

Und es gab sogar Fortsetzungsgeschichten bei den Schürreskarren-Mottos: War Hilde Bautz mit Manfred Höcker vom MGV Concordia noch – mit einem Ball – hochschwanger in den Karren gestiegen. wurde jetzt der frisch geborene Nachwuchs präsentiert: Eine Puppe namens Julius Markus – der letzte Nachwuchs der Concordia? Bei derart viel Humor dürften die Sangesbrüder keine Schwierigkeiten haben, Nachwuchs zu bekommen. Und beim Apfel-Wettbewerb war Manfred Höcker sogar der Findigste: Er schnappte den Apfel kurzerhand am Stiel aus dem Wasserbad. Die Konkurrenten tauchten alle mit dem Kopf unter Wasser, um den Apfel auf den Boden der Wanne zu drücken und dann mit den Zähnen zu greifen.
Eine Riesenspaß machte diese Schürrenkarrenrennen: Groß und klein standen am Straßenrand und auf dem Parkplatz Halfenhof, um das muntere Rennen und die lustigen Wettbewerbe zu beobachten. Fast jeder hielt den Zettel für die Bewertung der Besten parat und warf ihn wenig später auch in die Urne. Ganz erstaunt und ganz still beobachteten die Kleinen vom Kindergarten Arche Noah, wie Karsten Jung und Dirk Schulte, verkleidet als Schulkinder mit Schottenröckchen, nach den selbst gemachten Fleischwürsten von Metzger Knüttgen sprangen, die hoch über den Köpfen an der Leine hingen. „Nein, das wollen wir nicht, wir schauen nur zu“, meinte der kleine Tim, obwohl sein Papa gleich zwei Würste mit einem Streich abgerissen hatte. Doch der Nachwuchs für kommende Schürreskarrenrennen ist gesichert: Auf dem Arm der Mama durfte sich die 15 Monate alte Morena eine Wurst klauben und strahlte.

Doch wer würde in diesem Jahr die Preise absahnen? Es ging wieder um einen Pokal und um die Spielewertung. Beim Pokal gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Vorjahressiegern Hilde Bautz und Manfred Höcker vom MGV Concordia und den beiden Schulkindern alias Karsten Jung und Dirk Schulte, die für den Club des Frohsinns angetreten waren. Ihr Motiv: Als Kritik an der Wildbrücke über die Landstraße 284 in Rösrath hatten sie auf einer dicken Röhre Figürchen mit Tieren aus dem Wald drapiert, dazu das Plakat mit dem kritischen Vers „Die EU hat Geld für ne Brücke, doch bei den Schulen gibt’s ’ne Bildungslücke“. Dafür gab es den Pokal. Der Schürreskarren vom MGV landete auf dem zweiten Platz, und den dritten Platz bekamen Olaf Knüttgen und Olaf Scheldt, die für die Interessengemeinschaft Gewerbe Forsbach (PGF)an den Start gegangen waren – mit lauter Forsbacher Köstlichkeiten auf den Karren, vor allem Würstchen. Bei den lustigen Wettbewerben lagen die Forsbacher Mädchen ganz vorn in der Gunst des Publikum.

Voll aufgegangen ist wie schon im Vorjahr das Konzept der IGF, am Sonntag während der Waldbeerkirmes die Läden zu öffnen. Dort ging es lebhaft zu wie auf dem Basar auf der Bensberger Straße und dem Halfenhof – Kaffee und Bierchen genießen, Waffeln essen, in den Geschäften oder auf den Ständen stöbern und dann kaufen.

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