Die romanischen Kirchen verleihen Köln mystisches Antlitz. Wer den Blick über den Rhein schweifen lässt, erhält eine einzigartige Sicht auf die weltberühmte Silhouette der mittelalterlichen Metropole. Von Jessika Zyfuß
Angefangen mit der ART SACRÉ behandelt die diesjährige Ausgabe des Jahrbuchs der Romanischen Kirchen die Fenster-Gestaltung in St. Andreas und beleuchtet Hintergründe sowie Zusammenhänge mit der kirchlichen Tradition.
Im Jahr 2013 werden zwei besondere Studienreisen angeboten. Im Juni und Juli können die Mitglieder des Fördervereins romanische Kirchen e.V. an interessanten Ausflügen teilnehmen, die sowohl informativ, als auch spannend sind.
24. und 26. September 2013 - Sonderführungen nur für Mitglieder des Fördervereins: Meisterwerke der Kunst des Mittelalters im Museum Schnütgen. Führung mit dem neuen Direktor, Herr Dr. Moritz Woelk.
Nachdem der Förderverein im Jubiläumsjahr 2012 viele Veranstaltungen in Kooperation mit weiteren Kirchenverbänden anbieten konnte, wird unser Fokus im kommenden Jahr auf die Kooperation mit dem Museum Schnütgen gerichtet sein.
Die Vortragsreihe widmet sich dem Wandel von Aufbewahrungsorten für liturgische Geräte und erläutert deren Vielfalt und Gebrauch bei Messfeiern und Prozessionen.
Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln, ist Ehrenvorsitzender des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V. In seinem Grußwort würdigt er die Arbeit des Vereins, insbesondere das sehr aufwändige Fensterprojekt in St. Andreas.
Auch Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, ist Ehrenvorsitzender des Fördervereins. In seinem Grußwort nimmt er Bezug auf die Kirchenfenster und stellt durch sie eine Beziehung der Menschen zum Himmel her.
Helmut Haumann, Vorsitzender des Fördervereins Romanische Kirchen Köln hat sich über die vielen kleinen und großen Spenden sehr gefreut. Durch sie konnten neue, wunderbare Kirchen-Fenster in den beiden Chören der Dominikanerkirche St. Andreas realisiert werden.
Es war beinahe ein "Familienausflug", zu dem Helmut Haumann eingeladen hatte: Im Januar 2010 folgten einige der Stifter, die zur Realisierung des Fensterprogramms in St. Andreas beigetragen hatten, seiner Einladung zum Besuch der Derix Glasstudios in Taunusstein-Wehen.
Nach dem Wiederaufbau des spätgotischen Machabäerchors erhielten die sieben Fensterbahnen eine helle Notverglasung, die jetzt durch die leuchtenden Fenster von Markus Lüpertz ersetzt werden konnten.
Im Gespräch ziehen Künstler Markus Lüpertz und Helmut Haumann Bilanz über das gemeinsame Projekt der Kirchenfenster von St. Andreas.
Die romanische Andreaskirche hat neben dem gotischen Hochchor noch ein östliches Querhaus mit Konchenschluss, den südlichen Machabäerchor und den nördlichen Marienchor. Im Marienchor ist noch viel von der ursprünglich romanischen Bauform des frühen 12. Jh. zu erkennen.
Dass auch Köln - noch ohne eine eigene Universität - schon im 13. Jahrhundert als Stadt der Wissenschaft internationales Ansehen gewann, ist den „Bettelorden“ zu danken, die in Köln eigene Ordensschulen eingerichtet hatten.
Romanische Kirchen für Pänz - Heiligenlegenden, Bilder, Reliquien - kann man damit das Interesse von Viertklässlern wecken? Man kann, wie sich am Beispiel der Unterrichtsprojekte in St. Ursula und in St. Maria im Kapitol bereits vielfach erwiesen hat.
Gegenüber der karolingischen und ottonischen Architektur - mit eher einfach strukturierten Bauten, neben denen auch so komplexe wie die Aachener Pfalzkapelle stehen - bezeugen die romanischen Werke einen gesteigerten Anspruch und einen neuen Grad an komplexer Fügung der Baukörper.
Wann ist eine Kirche romanisch? Was genau bedeutet der Begriff? Als Romanik bezeichnet man die Epoche der mittelalterlichen europäischen Kunst zwischen der ersten Jahrtausendwende und der Gotik.