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Neuer Luxusliner: Die erste Reise der „Breakaway“

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Die „Norwegian Breakaway“ auf ihrer Überfahrt von Papenburg in die Nordsee.
Die „Norwegian Breakaway“ auf ihrer Überfahrt von Papenburg in die Nordsee.
Foto: dpa

Wie ein Riese durch ein Nadelöhr: Der neue Luxusliner „Norwegian Breakaway“ musste von seiner Papenburger Werft über die schmale Ems bis zur Nordsee überführt werden. Bald bricht der Kreuzfahrt-Gigant zu Fahrten in die Karibik auf.

Die „Norwegian Breakaway“ ist ein Gigant. Die schwimmende Kleinstadt bietet Platz für knapp 4000 Passagiere, ist 324 Meter lang, 40 Meter breit und 63 Meter hoch. Damit ist der Luxusliner das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Der offizielle Heimathafen ist New York. Dort soll es am 12. Mai getauft werden. Bis Mai 2015 sind mindestens 88 Kreuzfahrten auf die Bermudas, nach Florida und in die Karibik geplant. Die „Breakaway“ der US-amerikanischen Reederei Norwegian Cruise Line verspricht Glamour und exotische Urlaubsorte.

Geboren in der Werft in Papenburg

Landidylle mit Schiffsriese: Die „Breakaway“ bei Leer.
Landidylle mit Schiffsriese: Die „Breakaway“ bei Leer.
Foto: dpa

Entstanden ist das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff in der niedersächsischen Meyer Werft in Papenburg, das liegt 40 Kilometer tief im Binnenland. Um zur Nordsee zu kommen, musste der Gigant die Ems entlang fahren – ein Riesenaufwand.

Durchfahrt am Simulator geübt

Am Mittwoch (13.3.2013) hieß es für den Luxusliner „Leinen los!“ Mehrere hundert Schaulustige verfolgten das Manöver. Das Kommando lag beim Team der Lotsenbrüderschaft Emden, die die Überführung zuvor in einem Simulator geübt hatte. Sicherheitshalber waren an den Spundwänden spezielle Puffer angebracht worden, damit an der extrem engen Stelle das Schiff bei der Durchfahrt nicht beschädigt wird. Wegen der besseren Manövrierbarkeit legte die „Breakaway“ die Emspassage im Rückwärtsgang zurück. Sie wurde dabei von Schleppern begleitet.

Bald erobert die „Breakaway“ von New York aus die Karibik und die Bahamas.
Bald erobert die „Breakaway“ von New York aus die Karibik und die Bahamas.
Foto: Norwegian Cruise Line

Damit solche Passagen möglich sind, müssen Wind und Wetter mitspielen: Die Flut muss hoch genug sein. Dann wird das Sperrwerk bei Gandersum kurz vor Emden geschlossen – der Fluss hat damit den richtigen Wasserstand für die Überführung. Eng ist es aber immer noch für den gewaltigen „Pott“.

Doch die Passage von der Werft in Papenburg über die schmale Ems in die Nordsee verlief problemlos. Am Donnerstagvormittag (14.3.2013) hat das Schiff erstmals das offene Meer erreicht.

Bald kommt auch die Crew an Bord

An die Überführung schließen sich nun weitere Testfahrten an. Außerdem müssen bis zur Übergabe im April noch letzte Innenausbauten gemacht werden. Die Crew kommt nach und nach an Bord, ebenso das Inventar - von Tassen und Tellern bis zur Bettwäsche.

Der künftige reguläre Kapitän der „Breakaway“, Havard Ramsoy, ist bereits an Bord. Er kenne das Schiff schon seit der Konstruktions- und Bauphase, erzählt der 40-Jährige, der für die Reederei Norwegian Cruise Line arbeitet. „Das Aufregendste ist für mich, dass ich auf einem brandneuen Schiff bin. Es ist eine neue Klasse, ein Prototyp. So etwas in Dienst zu nehmen, ist eine große und interessante Herausforderung.“ (dpa/iw)

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