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Vorsicht Fettnäpfchen!: Kennen Sie Sitten und Bräuche an Ihrem Urlaubsziel?

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In Brasilien tappt man schnell ins Küsschen-Fettnäpfchen. In einigen Regionen gibt man einen Kuss, in anderen zwei, in anderen sogar drei. Foto: dpa
Wer tritt im Urlaub schon gerne in ein Fettnäpfchen? Man muss jedenfalls nicht weit reisen, um die Sitten und Bräuche eines Landes nicht bis ins Detail zu kennen. Besser man macht sich vor der Abreise schlau. Zwanzig Beispiele für andere Länder, andere Sitten.
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Geht die Reise nach Frankreich oder Brasilien, sollte man sich vorher besser genau über die Kuss-Sitten informieren. Nicht nur die Franzosen haben aus dem Küsschen zur Begrüßung eine Wissenschaft gemacht. Auch in Brasilien tappt man schnell ins Fettnäpfchen. In einigen Regionen gibt man einen Kuss, in anderen zwei, in anderen sogar drei. In Rio de Janeiro zum Beispiel sind zwei Küsse üblich. In Sao Paolo dagegen nur einer. Im Internet gibt es sogar eine Karte, die genau angibt, in welchem Bundesstaat wie viele Küsse wo üblich sind.

Menschen, die sich gut kennen, begrüßen oder verabschieden sich in Frankreich mit einem „bise“. Je nach Region in Frankreich variiert die Zahl der Küsse.
Menschen, die sich gut kennen, begrüßen oder verabschieden sich in Frankreich mit einem „bise“. Je nach Region in Frankreich variiert die Zahl der Küsse.
Foto: dpa

In der Provence küsst man anders als in der Pariser Bucht

Begegnen sich in Brasilien zwei Männer, geben sie sich meist gar keinen Kuss. Anders sieht das Frankreich aus. Hier ist es durchaus üblich, dass sich auch Männer mit einem sogenannten „bise“ begrüßen. Ansonsten variiert die Zahl der Küsse wie in Brasilien nach Region: Um Brest herum und im Poitou gibt es nur ein Küsschen. Im Pariser Becken, in der Normandie, der Champagne, Centre und Pays de la Loire sind es zwei oder vier Küsschen beginnend mit der rechten Wange.

Schlürfen, schmatzen oder mit vollem Mund reden

Aber nicht nur die Begrüßung eignet sich hervorragend für Fehltritte, auch beim Essen wird es schnell peinlich. So sollte man im asiatischen Raum nie die Nase am Tisch putzen. Die Menschen gehen hierfür auf die Toilette. Grundsätzlich gilt: Die Tischsitten sind weniger restriktiv als die europäischen Gepflogenheiten. Schlürfen, schmatzen oder auch mit vollem Mund zu reden, ist zum Beispiel in China kein Problem.

Während in Deutschland Geräusche beim Essen eher als Unsitte gelten, kann man in China ungehemmt schlürfen, schmatzen oder auch mit vollem Mund reden.
Während in Deutschland Geräusche beim Essen eher als Unsitte gelten, kann man in China ungehemmt schlürfen, schmatzen oder auch mit vollem Mund reden.
Foto: dpa

Bitte die WC-Slipper nicht vergessen!

Und dann gibt es noch den sensiblen Hygienebereich. Hier sollte man als Tourist ganz besonders in Japan gut aufpassen. Wer das Klo benutzt, muss hier seine Straßen- oder Hausschuhe gegen eigens dafür vorhandene Toilettenschuhe tauschen. In Japan wird streng zwischen reinen und unreinen Orten unterschieden. Nach dem Toilettengang dürfen Touristen nicht vergessen, die WC-Slipper beim Verlassen des Raumes wieder auszuziehen. Einen schönen Nebeneffekt hat das Schuh-Prozedere: Stehen die Schuhe nicht vor der Toilette, ist diese mit hoher Wahrscheinlichkeit besetzt.

Erfahren Sie, warum in Namibia bei Regen getanzt wird, warum in Tschechien junge Frauen mit Weidenruten geschlagen werden oder in Italien nie ein Hut auf dem Bett liegen sollte. Wir haben die Sitten und Bräuche der Reiseländer in einer Bildergalerie gesammelt:

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