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Einkaufspark: Neue Huma-Pläne vorgestellt

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Zu einem lebendigen Mittelpunkt der Stadt soll der Marktplatz werden. Straßengastronomie lädt zum Verweilen ein.  Foto: Jost Hurler
140 Geschäfte sehen die neuen Pläne für den Neubau des Huma-Einkaufsparks vor. Im Gegensatz zu den alten Plänen verringert sich allerdings sogar die Einkaufsfläche. Wohin es im Einzelhandel langfristig geht, weiß keiner.  Von
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Weichen für die Zukunft im Einzelhandel will die Unternehmensgruppe Jost Hurler nun mit dem neuen Huma-Einkaufspark stellen. „Unser altes Konzept entspricht nicht mehr den Anforderungen der Zeit“, so Geschäftsführer Albert Heinermann, „viele Konsumenten schauen sich Waren im Ladenlokal an und kaufen das Produkt im Internet. Deshalb geht der Trend langfristig zu kleineren Verkaufsflächen“. Erste Planungen für den Umbau sahen 90 Ladenlokale vor. Nun sind es 140 Geschäfte bei sogar verringerter Verkaufsfläche. Die betrug im ursprünglichen Ansatz 46 000 Quadratmeter – jetzt sind es nur noch 39 000.

Wohin es im Einzelhandel langfristig geht, weiß keiner. Fest steht aber, dass es Produkte gibt, die gefragt sind. „Die Hersteller kalkulieren daher bewusst auf einen Kaufmix“, so Lars Johannsen von Jost Hurler. „Man kann das Produkt im kleinen Shop des Herstellers vor Ort anschauen, anfassen und auch kaufen. Wenn man aber noch überlegen will und dann eine Bestellung im Internet tätigt, geht der Umsatz nicht verloren“.
Und einen zweiten Wandel im Verhalten des Kunden hat die Unternehmensgruppe herausgefunden. „Menschen gehen in Shoppingcenter, um zu sehen und gesehen zu werden. Der Einkaufswunsch steht erst an zweiter Stelle“, so Albert Heinermann. Deshalb gebe es im Inneren Gastronomieflächen und auch Plätze, an denen man zwanglos verweilen könne, ohne etwas verzehren zu müssen.

Diesem Trend soll auch die Öffnung des neuen Einkaufsparks zum Gatzweiler-Platz hin Rechnung tragen. Gastronomieflächen mit Sitzmöglichkeiten im Außenbereich würden einen Übergang schaffen. Zudem könne das Areal auch für Veranstaltungen genutzt werden. „Im Gastronomiebereich sitzt man dann direkt am Geschehen“, so Jens Siegfried vom zuständigen Architekturbüro Chapman Taylor aus Düsseldorf.

Auch mehr Grün soll durch den Umbau ins Stadtzentrum kommen. Eine rund 29 000 Quadratmeter großer Park ist im Norden des Areales geplant. Das hätte zudem den Vorteil, dass noch Reserveflächen für eine Erweiterung zur Verfügung ständen.
Im Einklang mit den Nachbarstädten sieht auch Rainer Gleß die Entwürfe. „Für uns ist wichtig“, so der Technische Beigeordnete der Stadt Sankt Augustin, „dass wir unsere Urbane Mitte weiterentwickeln. Da müssen wir zuallererst für uns und nicht für die Nachbarstädte planen“. Von Absichten, das andere Kommunen gegen das Huma-Projekt klagen wollen, habe er nichts mehr gehört. Zudem sei es auch laut Gutachten regional verträglich.

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