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Sternsinger: Spendensegen für behinderte Kinder

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In der Klosterkirche der Steyler Missionare erhielten die Sternsinger ihren Segen. Foto: Ingrid Bäumer
In der Klosterkirche der Steyler Missionare erhielten die Sternsinger ihren Segen und wurden offiziell beauftragt, Spenden für notleidende Kinder zu sammeln. In diesem Jahr lautet das Motto „Segen bringen, Segen sein“.  Von
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Bei manchen standen sie vielleicht schon vor der Tür: drei Kinder mit einem Holzstern am Stab, irgendwie orientalisch verkleidet, die unvermittelt anfangen zu singen. Denn der Starttermin für die traditionellen Sternsinger war bereits am Mittwoch. Doch erst am Dommerstag erhielten sie ihren Segen in der Klosterkirche der Steyler Missionare – und wurden von Pater Devis ganz offiziell beauftragt, von Haus zu Haus zu ziehen und Spenden für notleidende Kinder zu sammeln. In diesem Jahr lautet das Motto „Segen bringen, Segen sein“. Das steht für das Recht auch armer Kinder auf medizinische Versorgung.

Pater Devis ist Steyler Missionar und Pfarrvikar in Sankt Augustin. Er erzählte von seiner Heimat, der Insel Sumba in Indonesien. Dort hat er vor wenigen Jahren zwei karitative Projekte ins Leben gerufen. Es gibt eine Schule und ein Heim für behinderte Kinder, aber das Heim ist zehn Kilometer von der Schule entfernt. Weil nicht jeden Tag ein Bus fährt, kommen die Kinder zurzeit oft nicht in die Schule. Das soll sich dank der Spenden ändern. Es fehlt noch Geld, um den Neubau der im letzten Jahr begonnenen Schlafsäle im Kinderheim ganz fertigzustellen – und außerdem soll der Kindergarten eine neue Küche und mehr Platz zum Spielen bekommen.

Warum die verkleideten Kinder so orientalisch aussehen, ist leicht erklärt: Sie sollen die drei Weisen aus dem Morgenland verkörpern, die laut der Weihnachtsgeschichte Maria und Josef in ihrem Stall besuchen, um dem neuen „König“ Christus zu huldigen. Allgemein bekannt ist, dass die Sternsinger eine Kreide-Aufschrift am Türrahmen jedes spendebereiten Hauses anbringen. Sie lautet in diesem Jahr „20+C+M+B+13“. Weniger bekannt ist deren Bedeutung: Die Ziffern vorne und hinten bilden zusammen die aktuelle Jahreszahl, in der Mitte steht die Abkürzung für den lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“).

Am Sonntag, 6. Januar, empfängt in Siegburg Bürgermeister Franz Huhn gemeinsam mit Pfarrer Axel Werner etwa 150 Sternsinger: um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses (Nogenter Platz).

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