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Ausstellungs- und Besucherzentrum: Minister fand klare Worte

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Landesbauminister Groschek (vorne Mitte) kündigte in Vogelsang kurzfristige Entscheidungen zum Bau der Jugendherberge an. Foto: Franz-Albert Heinen
Deutliche Worte hat der Minister für Bauen, Wohnung, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes, Michael Groschek, bei seinem Besuch an der Baustelle des künftigen Ausstellungs- und Besucherzentrums in Vogelsang gefunden.  Von
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Schleiden-Vogelsang

Zahlreiche Minister sind in den letzten Jahren nach Vogelsang gekommen. Aber eindeutige Statements zum Fortgang des Projektes waren eher selten. Erfreulich klare Worte fand demgegenüber am Freitag der Minister für Bauen, Wohnung, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes, Michael Groschek, bei seinem ersten offiziellen Besuch an der Baustelle des künftigen Ausstellungs- und Besucherzentrums. Ganz offensichtlich hatten es diverse Vertreter des Standortes, darunter Aufsichtsrat und Geschäftsführung, geschafft, die Problemlage deutlich zu machen.

Ein wesentliches Problem Vogelsangs ist zum Beispiel, dass zwei weitere wichtige Projekte neben dem Forum teilweise seit vielen Jahren auf den Startschuss aus Düsseldorf warten. Genau da setzte Groschek an. Er verkündete gegenüber der Presse, dass es bis zum 30. Juni „verbindliche Erklärungen“ aus seinem Ministerium bezüglich der Finanzierung der neuen Jugendherberge geben werde.

Aufgrund einer Stolperfalle im EU-Recht war die an sich schon feststehende Projektfinanzierung dieses großen Gästehauses des Jugendherbergswerkes weggebrochen. Die Notwendigkeit einer solchen Unterkunft in Vogelsang ist jedoch auch in der Landespolitik verstanden worden. Ohne solche Unterkünfte wäre ein angemessener Akademiebetrieb kaum machbar.

Wenngleich Groschek keine Finanzierungszusage abgab, zeigten sich die Gesellschafter, Aufsichtsräte und sonstigen Standort-Funktionäre angetan von der klaren Ansage eines letzten Termins, bis zu dem die Entscheidung gefallen sein soll.
Für die Unterkunft der Nationalparkverwaltung, über deren genauen Ort und die Frage, ob Neubau oder Nutzung eines Altbaus seit mehr als fünf Jahren gerungen wird, ist allerdings das Umweltministerium zuständig. Die Gutachten, die zu dem Thema angefertigt wurden, dürften mittlerweile ganze Aktenschränke füllen. Zwischenzeitlich hatte es auch schon mal die klare Ankündigung des CDU-Ministers Eckhard Uhlenberg gegeben, dass die Förster in den Altbau am Eingang umziehen würden. Aber bis heute ist nichts geschehen.

Groschek kündigte an, dass er auch bei seinen Kabinettskollegen im Sinne schneller Entscheidungen tätig werden wolle.

Groschek ist nicht nur Bauminister, sondern auch Denkmalminister. Er bedankte sich ausdrücklich für die Teilnahme der Denkmalbehörde an dem Termin. Die Bauwerke seien Teil der „Attraktivität des Grauens“, mit der dieser Ort Vogelsang behaftet sei. Gleichwohl hoffe er auf eine privatwirtschaftliche Nachfolgenutzung für viele weitere Bauwerke. Am Ende waren die Vertreter des Standortes recht zufrieden mit dem Ergebnis dieses Besuches.

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