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Jubiläum: Feier zum 50-jährigen Bestehen

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Die Grundsteinlegung des Neubaus der Realschule nahm Kultur-Staatssekretär Dr. Kohlhase am 12. Juli 1965 vor.  Foto: Stadtarchiv Schleiden
Der städtischen Realschule Schleiden steht trotz glänzender Schülerzahlen eine ungewisse Zukunft bevor. Schließlich soll die Schulstruktur im Südkreis reformiert werden. Am 4. Mai wird aber zuerst einmal gefeiert.  Von
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Mit einem großen Fest will die Realschule Schleiden am Samstag, 4. Mai 2013, ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Im April 1963 – damals war der Schuljahresbeginn noch nach den Osterferien – gingen neben der neuen Schule in Schleiden auch Realschulen in Blankenheim und Gemünd an den Start. Gründungsrektor war damals Alois Sommer, der der Schule für Jahrzehnte seinen Stempel aufdrückte.

Es fing an mit 35 Schülern in einer provisorischen Unterkunft in der ehemaligen Volksschule, wo Rektor Sommer die Schüler als „Pioniere“ willkommen hieß. Aktuell kommen 622 Schüler auf den Ruppenberg.

Raumnot war Konstante

Die weitesten Anfahrtswege haben die Schüler, die aus Nideggen, Zülpich und Bad Münstereifel anreisen. Das stärkste Kontingent stellt naturgemäß das Schleidener Stadtgebiet (209), gefolgt von Kall mit 98 Schülern. Wenn es eine stete Konstante für die Schule am Ruppenberg gab, war das die Raumnot.

Bölköw und Barrelmeyer
Schulleiterin Birgit Barrelmeyer und der Autor der Jubiläumschronik, Bodo Bölkow, vor dem Schulgebäude.
Foto: Franz-Albert Heinen

1966 wurde ein Neubau neben Hallenschwimmbad und Volksschule bezogen. Aber der war nur für eine Zweizügigkeit ausgelegt. Schon ein Jahr später knubbelten sich die Schüler dermaßen, dass ein Antrag auf Teilung einer Klasse 8 mit 51 Schülern gestellt werden musste. Das offizielle Maximum je Klasse lag bei 35 Schülern. Bereits 1970 überstieg die Gesamtschülerzahl die 500er-Marke, Tendenz 600. 1974 erfolgte die Fusion der Realschule Gemünd mit Schleiden – gegen erheblichen Gemünder Protest. Ab 1981 brachte ein Anbau zwar mehr Räume, aber inzwischen mussten Fachräume für die Unterrichtsdifferenzierung geschaffen werden, was wiederum den Platzmangel verschärfte.

1988 endete die Ära Sommer, seine Nachfolger wurden Otmar Schmitz, danach kommissarisch Manfred Stein, schließlich Bernd Buß und nun Brigitte Barrelmeyer als erste Frau an der Spitze. Die Schülerzahl sank Anfang der 90er Jahre deutlich, stieg aber ab Mitte des Jahrzehnts wieder rapide an. So wurde es erneut eng, Fachräume wurden in Klassenräume umgewandelt, um die durchgängige Vierzügigkeit erhalten zu können.

Obwohl die Realschule im Hinblick auf die Schülerzahlen glänzend dasteht und auch langfristig im Bestand gesichert wäre, blickt die Schule in eine ungewisse Zukunft. Seit dem vergangenen Jahr überschlagen sich im Südkreis die Überlegungen zur Schulstrukturreform. Erst war es die Gemeinschaftsschule, in der die Realschule aufgehen sollte, dann die Sekundarschule und als Option neuerdings auch die Gesamtschule.

In das Jubiläumsjahr wird die Schule als einzige Realschule im Südkreis starten. Ob das angesichts sich abzeichnender anderer, neuer Schulformen eher Risiko oder doch Chance ist, das weiß bislang niemand. Barrelmeyer geht davon aus, dass erst Klarheit nach der Anmeldephase für das neue Schuljahr im Februar besteht.

Eltern entscheiden

Letztlich, so die Rektorin, würden nicht die Lokalpolitiker, sondern die Eltern mit der Anmeldung die Entscheidung treffen. Egal wie das alles ausgeht: Die Schule jedenfalls will ihr Jubiläum mit einer großen Feier begehen, zu der alle 7000 Ehemaligen, die jetzigen Schüler und ihre Familien sowie die früheren Lehrer eingeladen sind. Da könnte es unter Umständen ganz schön eng werden, auch in der benachbarten Schulmensa, wo ein vergleichsweise großer Raum zur Verfügung steht.

Bodo Bölkow arbeitet bereits an einer Festschrift zum Jubiläum. Dazu sucht er noch alte Fotos und Textbeiträge von Ehemaligen unter dem Arbeitstitel: „Mein Leben nach der Realschule.“

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