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Nach schwulenfeindlichem Übergriff: Viel Zuspruch für homosexuelles Paar

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Das homosexuelle Friseurpaar Timut Babayigit (li.) und sein Partner Ignacio Mendez wurden in Schleiden Opfer einer wüsten sexuellen Beleidigung. Foto: Franz-Albert Heinen
Der Artikel im "Kölner Stadt-Anzeiger" über die Beleidigungen eines schwulen Friseurpärchens in Schleiden ist auf große Resonanz gestoßen. Zahlreiche, überwiegend wildfremde Menschen bekundeten anschließend bei den Betroffenen ihre Solidarität.
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Auf große Resonanz ist der Artikel im "Kölner Stadt-Anzeiger" über die Beleidigungen eines schwulen Friseurpärchens in Schleiden gestoßen. Zahlreiche, überwiegend wildfremde Menschen meldeten sich bei den Betroffenen zu Wort, um ihre Solidarität zu bekunden.

Auf Facebook überschlugen sich die Statements geradezu, wie Ignacio Mendez gestern sagte. Unterstützung gab es auch seitens der Politik. Sogar ein Kölner Grünen-Politiker, der früher in Schleiden für die Grünen aktiv war, meldete sich zu Wort.

"Schwachsinn hoch drei"

Auch die Kommentare im Online-Angebot des "Kölner Stadt-Anzeiger" spiegeln diese Auffassung wider. Insbesondere wird es durchgängig begrüßt, dass die Betroffenen die Öffentlichkeit gesucht und auch einen Strafantrag gestellt haben. Typisch etwa der Kommentar: "Was die beiden machen, ist meiner Meinung nach der richtige Weg : Wir leben hier - wir bleiben hier." Ein Kommentator wirft allerdings die Frage auf, ob da nicht zu dick aufgetragen und zugleich noch Reklame für den Laden gemacht würde.

CDU-Fraktionschef Jochen Kupp, der spontan auf Facebook seine Solidarität bekundet hatte, verwies gestern darauf, dass er selbst schon vor 20 Jahren einen schwulen Trauzeugen gehabt habe. Und seiner persönlichen, nicht ganz CDU-konformen Auffassung nach sollte es auch gleichgeschlechtliche Ehen und eine Adoptionsrecht für Schwule geben. Die verbale Attacke im Friseursalon bezeichnete er als "Schwachsinn hoch drei".

"Erschreckend"

Sehr deutliche Worte fand gestern auch der FDP-Fraktionschef im Stadtrat, Rolf Hörnchen. Er fand es "erschreckend", was da geschehen sei, das sei "unterste Schublade". Er habe nicht gedacht, dass es das überhaupt in Schleiden gebe. Seiner Einschätzung nach hätten mindestens 90 Prozent der Bevölkerung sehr tolerante Auffassungen. Jedenfalls hofft Hörnchen, dass die Friseure sich nicht von ihrer Linie abbringen lassen und in Schleiden bleiben.

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Derweil bereiten sich andere auf Aktionen zur Unterstützung der Friseure vor.

Maf Räderscheidt beispielsweise plant einen "Tuntenball" im Kulturschock mit prominenter Besetzung, und vom Bündnis gegen rechts, so Räderscheidt, sei vermutlich ebenfalls eine Aktion zu erwarten. (fa)

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