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Rowdys: Mit Jeep durch Nationalpark gerast

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Im einzigen Nationalpark Eifel werden mittlerweile 40 Prozent nicht mehr vom Menschen angerührt.  Foto: dpa
Unbekannte sind mit einem schweren Geländewagen in den Nationalpark Eifel eingedrungen und haben dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Leitung des Nationalparks hat Anzeige erstattet und eine Belohnung ausgesetzt.  Von
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Der Nationalpark Eifel ist das einzige Großschutzgebiet des Landes, in dem die Natur selbst bestimmen soll, was passiert. Daher ist selbst Fußgängern das Betreten dieser Gebiete verboten. Völlig ausgeschlossen ist dort das Fahren mit Fahrzeugen.

Dieses strikte Verbot störte jedoch offenbar die Rowdys nicht, die zu Pfingsten mit schweren Geländefahrzeugen eine Spur der Verwüstung in weiten Teilen des Schutzgebietes hinterließen. Bergauf, bergab preschten die Fahrer von vermutlich zwei Geländewagen durch die Wälder des Kermeter.

Zerfurchtes Erdreich

Das beweisen anschaulich die tiefen Fahrspuren in Gebieten, die zu den Wertvollsten des Nationalparks zählen. Ausgerechnet solche Natur-Juwele wurden bei der illegalen Querfeldein-Fahrt zerpflügt. Ranger der Nationalparkwacht verfolgten die Spuren, die ein oder zwei außerordentlich geländegängige Fahrzeuge vermutlich Pfingstsonntag im südlichen Kermeter abseits der Wege hinterlassen haben.

Die Fahrzeuge waren links und rechts der Schranke am ehemaligen Parkplatz „Lorbachskopf“ in den Nationalpark gefahren. Sie überquerten den Amselbach und fuhren ihn entlang Richtung Naturwaldzelle Titzbruchwiese. Ab da ging es den Hohenbach hinunter und rechts in ein Seitenbachtal.

1000 Euro Belohnung

Durch diesen Bachlauf fuhren die Geländewagen bis ins Quellgebiet. Zuvor überquerten sie den Wanderweg vom Parkplatz „Alte Buchen“ zur Urfttalsperre.

Von dort ging es quer durch die Bestände zum ehemaligen Parkplatz Lichtschneise. Sie hinterließen dabei an zahlreichen Stellen zerfurchtes Erdreich, durchwühlte Bachbetten sowie umgefahrene Bäume.

Mehr dazu

Der Nationalpark erstattete Anzeige und setzte eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter und Ahndung des Vergehens führen.

Die Ranger vermuten, dass die Täter mit Fahrzeugen des Typs „Steyr-Puch Pinzgauer“ unterwegs waren.

Sachdienliche Hinweise nimmt das Nationalparkforstamt telefonisch entgegen, ☎ 024 44 95 10-0 oder per E-Mail.

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