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ADAC prüft Gewässer: Die Gewinner und Verlierer des Badeseen-Tests

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Der Elfrather Badesee in Krefeld ist der Verlierer des ADAC-Tests. Der Grund: Zu viel Vogelkot auf der Liegewiese und an der Wassergrenze. Foto: ADAC
Sommerhitze - und hinein ins kühle Nass. Das Planschen im Badesee kann aber gefährlich werden. Einige Badegewässer sind mit Keimen belastet, warnt der ADAC. Der Testverlierer befindet sich in Krefeld.
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Frankfurt/München

Testsieger Frankfurt: Die Badeseen rund um die Main-Metropole schneiden beim neuen ADAC-Test am besten ab. Vor allem der „Langener Waldsee“ vor den Toren der Stadt besitzt nach einer Untersuchung des Verkehrsclubs eine der besten Wasserqualitäten der deutschen Badeseen. Gemeinsam mit einem Gewässer in München und drei weiteren bei Leipzig landete der See des Frankfurter Ironman-Triathlon ganz vorn in der Studie. Dort habe es nur sehr geringe Risiken für Badegäste gegeben, mit krankmachenden Keimen in Berührung zu kommen.

ADAC warnt vor Keimen an Badeseen

Allerdings lieferte die Untersuchung auch Bedenkliches: Gerade an familienfreundlichen Stränden und im flachen Planschwasser können kleinen Badegästen unsichtbare Gefahren drohen. Dort gebe es teilweise viele Keime, ergab der am Dienstag in München veröffentlichte ADAC-Badegewässertest. Die Bakterien können Krankheiten wie Durchfall auslösen.

Getestet wurden 41 kleinere Seen in der Nähe von zwölf Großstädten. Jede siebte der 65 Messstellen weist bedenkliche Keimkonzentrationen im ufernahen Flachwasser auf. Von 65 Teststellen bekamen 10 die Bewertung „bedenklich“. 18 Messpunkte wurden mit „ausreichend“ bewertet, 17 schnitten „gut“ ab und 20 sogar „sehr gut“. Dabei lagen die Großräume Leipzig und Frankfurt am Main vorn: Hier wurden fünf beziehungsweise vier von sechs getesteten Gewässern mit „sehr gut“ bewertet.
Neben dem Strandbad (Nord und Süd) am Langener Waldsee schneiden auch der Badesee Klein-Krotzenburg (Hainburg) sowie der Badesee Walldorf (Mörfelden-Walldorf) im Norden „sehr gut“ ab, an einer Messstelle im Süden dagegen bekommt er nur eine „gute“ Bewertung. Als „ausreichend“ betrachten die Tester die Wasserqualität des Strandbads Nieder-Roden (Rodgausee/Rodgau).

Testverlierer ist der Elfrather Badesee in Krefeld

Die Untersuchung bestätigte damit grundsätzlich die Ergebnisse vom vergangenen Jahr. Allerdings standen damals große Seen wie Bodensee und Chiemsee im Mittelpunkt, dieses Jahr waren es 41 kleinere Seen rund um zwölf Großstädte.
Für den ADAC-Badegewässertest wurde dreimal in der Saison 2012 und einmal zu Beginn der diesjährigen Saison zwischen Mitte Mai und Anfang Juni gemessen. Der Autoclub nahm Proben an ausgewiesenen Badegewässern im flachen Wasser und damit an familienfreundlichen Stränden. Gesucht wurde nach den Keimen Escherichia coli und sogenannten intestinalen Enterokokken. Ob eine hohe Konzentration dieser Keime tatsächlich Durchfall auslöse, sei schwer nachzuprüfen, erläuterte Tester Nicolas Adunka.

Testverlierer mit der Note „bedenklich“ und der vergleichsweise höchsten Keimbelastung war die Messstelle am Südufer des Elfrather Badesees in Krefeld. Die Kommune warne dort inzwischen vor dem Baden, erläuterte der ADAC. Während aller Messungen hätten sich dort bis zu 100 Kanadagänse aufgehalten. Liegewiese und Ufer seien mit Vogelkot übersät gewesen. Erstaunlich laut ADAC: Der aktuelle EU-Badegewässerbericht bescheinigt dem Elfrather Badesee eine gute Wasserqualität. (dpa)

65 Messstellen an 41 deutschen Seen im Vergleich: Den gesamten ADAC Badegewässertest 2013 finden Sie hier im Überblick.

ADAC testet Qualität von 41 Badeseen

Manchmal hilft auch der eigene Instinkt, um herauszufinden, ob man der Wasserqualität trauen kann. Nützlich sind dazu diese grundlegende Tipps:

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