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Neuer Boom?: Preiswert reisen mit dem Fernbus

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Ab sofort bevölkern immer mehr Fernbusse die deutschen Straßen. Foto: dpa
Statt mit der Bahn oder dem Flugzeug können Reisende jetzt günstig mit dem Fernbus durch die Republik fahren. Doch welche Ziele werden schon angefahren? Und was bieten die neuen Busse? Wir beantworten Fragen rund um den Fernbusverkehr.
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Seit diesem Jahr sind die deutschen Straßen frei für den Fernbusverkehr. Kunden können, statt Mitfahrzentralen, Billigflieger und Fernzüge zu nutzen, im Inland preisgünstig Bus fahren. Dank einer neuen gesetzlichen Regelung wird das Fernbusnetz 2013 erheblich wachsen. 70 Jahre lang war der Fernbus-Verkehr gesetzlich eingeschränkt. Fernbusse waren nicht genehmigt, wenn es parallel eine Zugverbindung gibt. Nur Berlin war mit dem Bus erreichbar – zu Zeiten der deutschen Teilung sollte der Westteil gut erreichbar sein. Die allgemeine Schutzklausel für die Bahn endete am 1. Januar 2013.

Begehrter neuer Markt: Fernbusreisen

Eurolines darf jetzt auch Tickets für innerdeutsche Strecken verkaufen.
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Foto: Touring

Den neuen Markt wollen sich viele nicht entgehen lassen. Erste Anbieter locken schon mit Schnäppchentickets. Junge Start-up-Firmen mit sprechenden Namen wie „Deinbus“ oder „MeinFernbus“ haben sich in Stellung gebracht. Sie haben keine eigene Flotte, sondern vermarkten Bus-Tickets per Internet, die Fahrzeuge stammen von mittelständischen Kooperationspartnern. Und auch etablierte Anbieter sind schon startklar. So bietet die Deutsche Touring aus Frankfurt auf Fahrten ins Ausland innerdeutsche Tickets an. Wie schnell sich ein Massenmarkt entwickeln kann, muss sich aber zeigen.

Ein gewisser Rahmen bleibt aber. Beantragen müssen Busfirmen Linien weiterhin, und für Haltestellen gelten 50 Kilometer Mindestabstand. Das soll verhindern, dass Fernbusse insgeheim lukrative Strecken im Nahverkehr ins Visier nehmen, der mit Steuergeld finanziert wird. Bislang war der Markt eher ein zartes Pflänzchen. (dpa/iw)

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema:

Noch ist die Zahl der Fernbus-Unternehmen überschaubar. Wir stellen die vier größeren Netze vor, die jetzt schon täglich Passagiere befördern.

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