Service & Rankings
Aktuelle Reise-Nachrichten, Test-Berichte und Urteile zum Thema Reiserecht sowie Tipps und Tricks für Urlauber

Vorlesen
0 Kommentare

Bahn-Streik: Ticketkosten bei Zugausfall erstattet

Erstellt
Wer morgens vergeblich auf den Zug wartet, weil gestreikt wird, der kann seine Fahrkarte zurückgeben. Bahnkunden bekommen zumindest die Kosten erstattet. Die Aussicht auf eine Entschädigung ist im Fall von Streiks dagegen weniger gut.
Drucken per Mail

Fallen wegen eines Streiks bei der Bahn Züge aus oder verspäten sich mehr als 60 Minuten, können Reisende ihre Fahrkarte zurückgeben. Sie bekommen den vollen Fahrpreis inklusive Reservierungskosten erstattet, erklärte Heinz Klewe, Geschäftsführer der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) in Berlin, im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Im Rahmen der Kulanz könnten Kunden außerdem bei zuggebundenen Tickets einen früheren oder späteren Zug nehmen.

Normalerweise haben Reisende ab einer Verspätung von einer Stunde auch Anspruch auf eine Entschädigung. Bei Streiks greifen die Fahrgastrechte laut Klewe in der Regel jedoch nicht, da es sich hier im rechtlichen Sinn um ein außergewöhnliches Ereignis handelt. Gerade Warnstreiks seien für die Verkehrsunternehmen schwierig, weil sie nicht wissen, wann genau und vor allem wo gestreikt wird. Demzufolge habe es kaum eine Chance, Ersatzverkehr zu organisieren.

Die genaue rechtliche Lage muss laut Klewe jedoch im Einzelfall geprüft werden. Habe die Bahn nicht alles unternommen, um die Verspätung zu verhindern, könnten Reisende doch Anspruch auf eine Entschädigung haben. (dpa-tmn)

Videos
Bildergalerien Reise
alle Bildergalerien
Kleinanzeigen
FACEBOOK