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Müde am Steuer: Zeitumstellung bringt Sekundenschlaf

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Sekundenschlaf ist eine große Gefahr. Autofahrer sollten daher die Zeitumstellung ernst nehmen und besonders darauf achten, ausgeruht zu fahren. Foto: Autoreporter
Die Frühjahrsmüdigkeit wird durch die Zeitumstellung noch verschärft. Autofahrer sollten besonders darauf achten, ausgeruht am Steuer zu sitzen und nicht in gefährlichen Sekundenschlaf zu fallen.
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Auch ganz ohne Zeitumstellung kann der Schlaf einen Autofahrer übermannen, wie jüngst ein 22-jähriger Fahrer in Berlin bewies, der das Brandenburger Tor gerammt hatte. Vermutlich sei er am Steuer eingeschlafen, berichtete die Polizei.

Der Autofahrer kam mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus. An seinem Wagen entstand Totalschaden. Das Brandenburger Tor, das schon seit langem für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist, trug kleinere Schäden durch Sandsteinabsplitterungen davon.

Zeitumstellung macht Autofahrer müde

Die Umstellung auf Sommerzeit sorgt bei vielen Autofahrern für einen Mini-Jetlag. Wie Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) sagt, sollten vor allem Pendler, die früh morgens viel Zeit im Wagen verbringen, die Zeitumstellung am 31. März sehr ernst nehmen: Sie ist ein Unfallrisiko. Laut dem Auto Club Europa (ACE) steigen die Unfallzahlen nach dem Beginn der Sommerzeit regelmäßig um bis zu 30 Prozent.

Schon bei ersten Anzeichen von Müdigkeit sollten Autofahrer diese Warnsignale des Körpers ernst nehmen.
Schon bei ersten Anzeichen von Müdigkeit sollten Autofahrer diese Warnsignale des Körpers ernst nehmen.
Foto: DVR

Damit die Zeitumstellung den Körper nicht zu sehr schlaucht, sollten Autofahrer morgens ihren Kreislauf in Gang bringen. Das könne durch eine Wechseldusche geschehen, durch eine extra Tasse Kaffee oder durch Gymnastik – je nachdem, was individuell am besten wirke, sagt Rademacher. Er warnt davor, stattdessen zu Medikamenten zu greifen. Wer längere Strecken fährt, sollte zwischendurch eine Pause einlegen. Während der kurzen Rast darf Bewegung nicht fehlen.

Müdigkeit nicht ignorieren

Das Wichtigste sei, die Müdigkeit nicht einfach zu ignorieren, erklärt Rademacher. Stattdessen sollte der Fahrer sich so früh wie möglich bewusst machen, dass ihn die Zeitumstellung beeinträchtigen kann, und danach handeln.

Gerade auf dem Weg zur Arbeit seien viele Menschen ohnehin unkonzentriert, weil sie die Strecke jeden Tag fahren. Durch die Zeitumstellung komme zu dieser Monotonie noch die Müdigkeit hinzu - ein gefährlicher Mix. Besonders die sogenannten Eulen (Spätaufsteher) sollten aufpassen: Anders als den Lerchen (Frühaufsteher) fällt es ihnen schon ohne Zeitumstellung schwer, morgens in die Gänge zu kommen.

Risiko Sekundenschlaf

Wenn Autofahrer die Augen nicht mehr offen halten können, sollten sie umgehend eine Pause einlegen.
Wenn Autofahrer die Augen nicht mehr offen halten können, sollten sie umgehend eine Pause einlegen.
Foto: dpa

Wie eine Umfrage im Auftrag des DVR aus dem Herbstz 2012 ergeben hat, ist jeder dritte Autofahrer (34 Prozent) schon mal übermüdet Auto gefahren. Von denen, die angaben, übermüdet gefahren zu sein, ist wiederum ein Drittel (34 Prozent) dabei in einen lebensgefährlichen Sekundenschlaf gefallen.

Jeder Fünfte (19 Prozent), der übermüdet gefahren ist, hat dabei eine gefährliche Situation erlebt. Jeder Fünfzigste (zwei Prozent) berichtete sogar von einem Unfall mit Sach- oder Personenschaden, den er aufgrund von Übermüdung erlebt hat. (dmn, dpa, DVR)

Der ADAC warnt allerdings vor Sekundenschlaf-Warnern aus dem Zubehör, die man sich hinters Ohr klemmt.

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