Kölner Stadt-Anzeiger

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Der Zwinger ist wieder geöffnet

Erstellt 28.08.02, 20:45h

Die Soforthilfe der Bundesregierung zur Beseitigung der Hochwasser-schäden an Kultur-Einrichtungen geht zum überwiegenden Teil nach Sachsen.

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In den vom Wasser leer gepumpten Kellern der Dresdner Sempergalerie Alte Meister wurden am Dienstag mehr als 50 beschädigte historische Rahmen geborgen. Zur Instandsetzung der Galerie sind bisher 20 Millionen Euro veranschlagt.
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In den vom Wasser leer gepumpten Kellern der Dresdner Sempergalerie Alte Meister wurden am Dienstag mehr als 50 beschädigte historische Rahmen geborgen. Zur Instandsetzung der Galerie sind bisher 20 Millionen Euro veranschlagt.
Die Soforthilfe der Bundesregierung zur Beseitigung der Hochwasserschäden an Kultureinrichtungen geht zum überwiegenden Teil nach Sachsen. Weil die Jahrhundertflut den Freistaat am stärksten getroffen habe, sollten hier auch die meisten Mittel fließen, sagte Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) am Dienstag in Dresden. Insgesamt sollten mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Als erste Einrichtungen sollen laut Nida-Rümelin unter anderem die Semperoper, das Staatsschauspiel, die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden je 500 000 Euro Soforthilfe erhalten. Auch das beschädigte Hygiene-Museum kann mit Hilfen rechnen. Aber auch kleinere Häuser wie die Theater in Döbeln und Meißen, das Stadtmuseum Pirna und die Felsenbühne in Rathen erhalten finanzielle Unterstützung für dringend notwendige Reparaturen. Nida-Rümelin versprach, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, „damit die (Kultur-)Einrichtungen schnell wieder besuch- und bespielbar sind“. Derzeit erstellten die Landesregierungen exakte Schadenslisten, auf deren Grundlage die Mittel für den längerfristigen Wiederaufbau verteilt werden sollten. Sachsens Wissenschaftsminister Matthias Rößler (CDU) sagte eine gerechte Verteilung der Mittel auf landeseigene und kommunale Einrichtungen zu.

Am Dienstag haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden weitere ihrer seit zwei Wochen wegen Hochwassers geschlossenen Museen geöffnet. Schlossausstellung, Hausmannsturm, Rüstkammer sowie der Uhrensaal des Mathematisch-Physikalischen Salons im Zwinger sind wieder zugänglich.

Die Auswirkungen der Flutkatastrophe auf Burgen, Schlösser und Gärten Sachsens sind von diesem Samstag an zudem in der Landesvertretung des Freistaates in Berlin in Wort und Bild dokumentiert. Bis zum 11. Oktober können sich Besucher nicht nur über die schönsten Schlossanlagen des Landes informieren, sondern auch über die teils verheerende Wirkung der Flut, teilt die Staatskanzlei in Dresden mit. Die Schau war ursprünglich zum zehnjährigen Bestehen der Staatlichen Schlösserverwaltung konzipiert worden. (dpa / ddp)