Kölner Stadt-Anzeiger

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Rolling Stones heizten in Oberhausen ihren Fans ein

Von Jürgen Öhler, 14.06.03, 15:18h, aktualisiert 14.06.03, 15:24h

Sie können es eben wie kaum eine andere Band der Welt. Die Rolling Stones begeisterten vor 65000 Fans im Oberhausener Visionpark mit einer perfekten Bühnshow und einem „Best of-Programm“, das keine Wünsche offen ließ.

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Mick Jagger ist in Oberhausen voll in seinem Element. 65 000 Zuschauer kamen zu dem Open-Air-Konzert der Stones.
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Mick Jagger ist in Oberhausen voll in seinem Element. 65 000 Zuschauer kamen zu dem Open-Air-Konzert der Stones.
Sie können es eben wie kaum eine andere Band der Welt. Die Rolling Stones begeisterten am Freitagabend vor 65000 Fans im Oberhausener Visionpark mit einer perfekten Bühnshow und einem „Best of-Programm“, das keine Wünsche offen ließ. Mick Jagger turnte in Hochform auf der Bühne herum und Keith Richards ließ sich nach seinem schon gewohnten lethargischen Start am Schluss des Konzerts sogar zu einem (kurzen) Sprint über die Bühne hinreissen. Charlie Watts verharrte freundlich stoisch wie immer an seinem Schlagzeug und traf den Nerv der Musik ohne überdimensionierten Schnickschnack. Nur Ron Wood wirkte manchmal eher wie der bierselige Fan vor der Bühne.

Aber auch er gwann mit zunehmender Konzertdauer erheblich an Standsicherheit und Spielfreude. Den Sprint hatte Keith Richards sich vielleicht von Angus Young abgeschaut, der mit AC/DC für die richtige Stimmung im Vorprogramm gesorgt und mit sauberem Metallsound eingebettet in hervorragende Akustik gesorgt hatte. Young bestritt den „Bluesteil“ sogar gemeinsam mit den Stones, erntete dafür enthusiatischen Applaus und bedankte sich danach brav bei allen Stones. Der Mann weiß eben, mit wem er es zu tun hatte.

„It’s only Rock’n Roll“ – für die Stones Anlass, sich auf eine kleine Vorbühne zu wagen und drei Songs mitten im Publikum zu spielen. Und die Fans machten das Konzert dankbar zu einer Riesenparty. Nach zwei Stunden und „Jumpin‘ Jack Flash“ als Zugabe gönnten sie den alten Herren auf der Bühne einen würdigen Abschied.

Ein Grund für den eiligen Aufbruch der Fans war sicher auch die etwas chaotische Abfahrt. 14500 Fahrzeugem teilweise 5 km vom Konzertplatz geparkt, hatten die Polizei vor echte Probleme gestellt. Das absolute Chaos blieb zwar aus, doch der viel zu enge Weg vom Konzertplatz nach draußen vollgestellt mit Bierbuden und Verkaufsständen führte teilweise zu einem besorgniserregenden Gedränge. Die Stones hielten, was sie versprachen – der Konzertort hat sich allerdings kaum für weitere Großveranstaltungen empfohlen.