Von RALF ROHRMOSER-VON GLASOW, 23.05.03, 07:01h
einen Neubau nahe der Bröltalhalle im Hauptort.
Ruppichteroth - Sie alle kennen den Zustand des Feuerwehrhauses, mit drastischen Worten beschrieb der Leiter der freiwilligen Feuerwehr, Gemeindebrandinspektor Ferdi Lückerath, während der Sitzung des Hauptausschusses die marode Bausubstanz der Unterkunft an der St.-Florian-Straße. 1963 erbaut, bietet sie lediglich drei der sechs Fahrzeuge Platz. Es gibt keine Zentralheizung, die Räume sind feucht und im Winter kann die steile Auffahrt leicht zu Problemen führen. Zwei Feuerwehrwagen sind im ehemaligen Bauhof untergebracht. Damit das Wasser im Tank nicht einfriert, wurde beim Kauf des Tanklöschfahrzeugs gleich eine Heizung für den Behälter mit geordert. Ein defektes Löschgruppenfahrzeug, auf das Schlauchmaterial gepackt ist, steht in einer Scheune .
Spätestens nach Lückeraths Vortrag wäre auch der letzte Zweifler von der Notwendigkeit eines Neubaus überzeugt gewesen. Der Reichshofer Architekt Uwe Oehler stellte den Ausschussmitgliedern das mit den Wehrleuten ausgearbeitete Konzept für einen neuen Standort an der Dr.-Herzfeld-Straße vor. Er hat in Ruppichteroth die Schwimmhalle und Bauten der Gebrüder Willach realisiert. Für seine Heimatgemeinde baute er unter anderem drei Feuerwehrhäuser. Vor drei Jahren hat Oehler den ersten Entwurf begonnen, von den ursprünglich geplanten acht Stellplätzen sind aus Spargründen nurmehr sechs geblieben. Das Haus wäre gleich am ersten Tag voll, so Lückerath.
Der zweigeschossige Neubau mit Umkleiden und Schulungsräumen würde die geplanten Wohnbebauung entlang der Straße gegen Lärm abschotten. Parallel zur Dr.-Herzfeld-Straße in Richtung Bröltalhalle soll hinter einem 16 Meter tiefen Vorplatz eine Fahrzeughallemit sechs Plätzen entstehen, einer davon dient zugleich als Waschhalle. Die Anbindung für Einsatzfahrten geht direkt auf die L 312. Ein großer Lagerraum und eine Funkzentrale komplettieren das Raumangebot im Erdgeschoss.
Im Obergeschoss ist ein großer Schulungsraum mit Sitzplätzen für 45 Personen vorgesehen, die Wehr selbst hat 40 Aktive. Durch das Wegnehmen einer Faltwand kann weiterer Platz geschaffen werden. Besonderen Wert legten Lückerath wie Bürgermeister Hartmut Drawz auf den eigenen Bereich für die Jugendfeuerwehr, die Drawz als Fundus für die aktive Wehr bezeichnete. Der SPD-Fraktionschef Wilfried Trappmahnte an, dass bei Großveranstaltungen in der nahe gelegenen Bröltalhalle konsequent abgeschleppt werden müsste, damit die Wehrleute ungehindert zu ihren Einsatzfahrzeugen kommen. Der Ausschuss beschloss einstimmig, die 1,286 Millionen Euro für den Neubau bereit zu stellen.