Kölner Stadt-Anzeiger

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Gefahr einer Explosion des Silos gebannt

Erstellt 01.04.04, 07:10h, aktualisiert 01.04.04, 10:00h

Ruppichteroth - Als Löschzugführer Claus Müller am Dienstag gegen 17 Uhr nach Hause kam, bemerkte er schon den Rauch aus dem Spänebunker eines Holz verabreitenden Betriebes an der Eitorfer Straße.

Ruppichteroth - Als Löschzugführer Claus Müller am Dienstag gegen 17 Uhr nach Hause kam, bemerkte er schon den Rauch aus dem Spänebunker eines Holz verabreitenden Betriebes an der Eitorfer Straße. Mit dem Firmeninhaber entschied er sofort, die Feuerwehr zu alarmieren. Im Inneren des rund 20 Meter hohen Turmes hatten sich offenbar Holzspäne entzündet. Ein erster Löschversuch mit Wasser fruchtete nicht. Der Hennefer Stadtbrandinspektor kam mit einer Wärmebildkamera, um den Brandherd in dem 80 Kubikmeter großen Inhalt zu finden. Der Einsatzleiter, Gemeindebrandinspektor Ferdi Lückerath, entschied, mit Schaum zu löschen, denn kurzfristig bestand die Gefahr einer Staubexplosion, die das Gebäude auseinander gerissen hätte. Die Drehleiter der Eitorfer Feuerwehr rückte an, die Kameraden brachten auch noch zusätzliches Schaummittel mit. Risse in der Außenmauer deuteten auf Einsturzgefahr. Doch angebrachte Gipsflecken, so genannte Spione, zeigten, dass das Mauerwerk nur unwesentlich arbeitete. Kreisbrandmeister Walter Jonas kam gegen 23 Uhr mit einem Statiker, der versicherte, dass das Stahlgerüst des Turmes halten würde. Die Risse liefen nur durch Fugen der Steine, mit denen die Flächen zwischen den Stahlträgern ausgefacht worden waren. Die Einsatzkräfte verzichteten deshalb darauf, den Bunker auszuräumen. In der Nacht und am Morgen kontrollierten sie den Schaumteppich mehrfach. Der Brand war offensichtlich erfolgreich bekämpft worden, gestern Morgen waren mit der Wärmebildkamera jedenfalls keine Auffälligkeiten zu beobachten. (rvg)