Berlin - FDP-Chef Guido Westerwelle findet "die
Romantisierung der DDR von einigen Intellektuellen zum Kotzen". In
der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Samstag) griff Westerwelle den
Schauspieler Peter Sodann an, der zuvor in einem Interview zum 18.
Jahrestag des Mauerfalls nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten"
gemeint hatte, möglicherweise gehe "das Experiment, das wir in der
DDR erlebt haben, irgendwann noch einmal von vorn los". Westerwelle
sieht darin eine "erschreckende Verharmlosung" der DDR.
In "Spiegel Online" kritisierte der FDP-Chef auch die Mauer-Lichtinstallation einer südkoreanischen Künstlerin vor dem
Brandenburger Tor. "Wenn ein Künstler sich mit einer hübsch
leuchtenden Mauerinstallation, an der Stelle, wo die Mauer
tatsächlich stand, politisch zu Wort meldet, erkenne ich darin eine
erschreckende Banalisierung von Grausamkeit und Unrecht." (dpa)