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Gerichtsprozess: Toter Wolf kommt in den Gerichtssaal

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Ein Wolf in freier Natur, ist in Deutschland sehr selten. Foto: BUND
Der erlegte Wolf ist präpariert worden und soll in der kommenden Verhandlung gegen einen Jäger aus Bad Honnef der Beweisaufnahme dienen. In der Hauptverhandlung sah sich der Richter nicht in der Lage, ein Urteil zu fällen.  Von
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Rhein-Sieg-Kreis/Montabaur

Der im Westerwald erlegte Wolf steht im Mittelpunkt der kommenden Verhandlung gegen einen heute 72 Jahre alten Jäger aus Bad Honnef – und das im wahrsten Sinne: Das Tier ist inzwischen präpariert worden und soll am Donnerstag, 17. Januar, vor dem Amtsgericht in Montabaur der weiteren Beweisaufnahme dienen. Die erste Hauptverhandlung war ohne Ergebnis zu Ende gegangen, da sich Richter Jens Kaboth nicht in der Lage sah, ein Urteil zu fällen.

In jener Verhandlung hatte Verteidiger Christian Comes unter anderem die Frage aufgeworfen, ob im April wirklich ein wildlebender Wolf zur Strecke gebracht worden sei – und nicht etwa ein Hybrid, ein Mischling aus einem Hund und einem Wolf. Bei einem zwischenzeitlich angesetzten Zwischentermin am Freitag legte Oberstaatsanwalt Ralf Tries indes ein neues Gutachten vor, das bestätigen sollte, dass das getötete Tier tatsächlich ein Wolf ist.

Zudem kündigte er an, dass bei der Beweisaufnahme nun zu prüfen sei, ob der Jäger mit Vorsatz gehandelt habe und deutlich härter zu bestrafen sei. Wäre dies der Fall, so habe der Mann keinesfalls die Absicht verfolgt, einen wildernden Hund zu erschießen, sondern gezielt einen Wolf zu töten. Zentrale Frage im Prozess ist, ob der Jäger informiert war, dass ein Wolf im Westerwald gesichtet worden war und ob der Mitpächter des Reviers Hartenfels hätte wissen müssen, dass eine Begegnung mit dem Tier durchaus wahrscheinlich war.

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