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Barrrierefreiheit: Inklusion trifft auf Stadtplanung

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Inklusion soll demnächst die Stadtplanung mit beeinflussen. Foto: Johannes Schmitz
Die Stadt Siegburg will den Inklusionsgedanken in der Verwaltung festigen und vorantreiben: Ein Papier nennt Beispiele, wie das funktionieren kann. Die Inklusion soll in Zukunft die gesamte Stadtplanung mit beeinflussen.  Von 
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Wenn die Kommunalpolitiker in Siegburg über Inklusion diskutieren, betrifft das nicht nur die rund 40 000 Einwohner der Stadt, sondern zusätzlich viele Menschen aus der Region. Denn die Kreisstadt hat täglich so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Gast, dass jede Änderung des öffentlichen Raums im Stadtzentrum erhebliche Auswirkungen haben kann, die auch in Windeck oder Bonn noch diskutiert werden.

Inklusion ist mehr als Barrierefreiheit. Barrierefreiheit ist jedoch eine Voraussetzung für Inklusion. Das gilt nicht nur für Gebäude, sondern auch für den Zugang zu Kommunikationsmitteln oder Dienstleistungen. Und Inklusion hat nicht nur Menschen mit so genannten Behinderungen im Blick.

Wie steht es um die Inklusion im Rhein-Sieg-Kreis?

Ein Papier aus dem Rathaus, das die Verfestigung des Inklusionsgedankens in der Stadtverwaltung vorantreiben soll, nennt ein einfaches Beispiel: „Werden zum Beispiel Angebote für Senioren unterbreitet, sollten sie im Grundsatz auch für Senioren mit Migrationshintergrund oder einer Behinderung offen stehen, oder andersherum: Werden Angebote für Menschen mit Behinderung bereit gestellt, sollte es keinen Ausschluss nach Altersgruppen, kultureller Herkunft etc. geben“.

Das klingt einfach, dürfte in der Praxis aber manche Schwierigkeit mit sich bringen. Zumal die Inklusion eben nicht nur Aufzüge, Rampen oder taktile Bodenbeläge für Fehlsichtige beinhaltet, sondern in viele Lebensbereiche eingreift und zukünftig die ganze Stadtplanung mit beeinflussen kann. Das geht von der Infrastruktur über den privaten und öffentlichen Verkehr bis hin zur Planung sozialer Angebote. Im Rathaus herrscht die Überzeugung, dass von der ganzen Stadtverwaltung eine offene Haltung zur Inklusion verlangt ist.

Bestandsaufnahme im Herbst

Inklusion beginnt spätestens im Kindergarten. Dort baut die Stadt auf die von der Behindertenhilfe betriebene Tagesstätte Veronika Keller. Im Grundschulbereich ist es die Hans-Alfred-Keller-Schule, die für die grenzenlose Teilhabe ausgelegt ist. Ab August dieses Jahres wird mit der neuen Gesamtschule im Schulzentrum Neuenhof auch eine weiterführende Schule bereits bei der Neugründung ganz explizit dem Inklusionsgedanken in der Praxis verpflichtet sein. Um zu wissen, was zu tun ist, hat der Ausschuss für kommunale Gesellschaftspolitik die Stadtverwaltung damit beauftragt, bis zur Ratssitzung im Herbst eine Bestandsaufnahme zu machen und bereits verwirklichte Projekte vorzustellen.

AUTOR
Johannes Schmitz, Rhein-Sieg-Anzeiger
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