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Fluglärm: FDP stützt den Flughafen Köln/Bonn

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Fluglärmgegner messen mit Mikrofonen den Lärm, den überfliegende Flugzeuge verursachen. Foto: dpa
Die Liberalen gehen auf Konfrontation mit Lärmschützern und loben den Flughafen Köln/Bonn für seine Anstrengungen, Flug- und Lärmbelästigungen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Der Siegburger Bürgermeister kontert direkt.  Von 
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Die FDP stellt sich in der Auseinandersetzung um die Nachtflüge eindeutig auf die Seite des Flughafens. Damit geht sie in Konfrontation zu den Lärmschützern, den meisten anderen Parteien und vielen betroffenen Menschen in der Region.
Die Parteivorsitzende Ingrid Rumland und der Fraktionsvorsitzende Jürgen Peter erkennen beim Flughafen „Anstrengungen, die Flug- und Lärmbelästigungen auf ein erträgliches Maß“ zu reduzieren. Und das mit „geeigneten Maßnahmen.“ Nach ihrer Ansicht bemühe sich der Airport „intensiv darum Anreize zu schaffen, den Flugbetrieb leiser zu machen und die Flugbewegungen mehr auf den Tag zu verlegen.“

Dass Fluglärm mehreren wissenschaftlichen Studien zufolge nicht nur belästigend, sondern in eklatanter Weise gesundheitsschädlich ist, berücksichtigen die Liberalen ebenso wenig wie die aktuelle Entwicklung des Nachtflugbetriebs.
Denn der hat in den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich zugenommen. Darauf weist Helmut Schumacher von der Lärmschutzgemeinschaft hin. Er attestiert der Siegburger FDP „Flughafen-Promotion“. Der Anteil der Nachtflüge am Gesamtbetrieb sei auf nunmehr 28 Prozent gestiegen. Während die Zahl der gesamten Flugbewegungen derzeit rückläufig sei, steige die Zahl der Nachtflüge.

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Die FDP lobt den Flughafen für das neue Gebührenmodell, das nächtliche Starts und Landungen im Vergleich zu den Gesamtkosten der Airlines geringfügig teurer macht. Die Liberalen berufen sich in ihrem Schulterklopfen für den Airport auf Martin Partsch, den Mann für die Lärm-Statistiken beim Flughafen. Der hatte im Rahmen einer FDP-Veranstaltung zu erkennen gegeben, dass der Flughafen kein Nachtflugverbot für Passagiermaschinen erwartet, da die Rechtslage eindeutig sei. Ein solches Nachtflugverbot fordern viele Politiker und Anwohner.

Die Die FDP hingegen fordert lediglich, den Passagierverkehr in den Nachtstunden auf ein Minimum zu reduzieren. Partsch hatte der FDP gesagt, alle nächtlichen Passagierflüge auf den Tag umzuleiten sei schwierig, da die Fluggesellschaften die bestehende Rechtslage und ihre Kapazitäten ausnutzen wollten. Für Schumacher ist die Haltung der FDP ein Unding. Er verweist darauf, dass der NRW-Landtag Bereits dreimal ein Passagier-Nachtflugverbot beschloessen hat, es bisher juristisch aber noch nicht durchsetzen konnte. In ihr Lob für den Flughafen schließt die FDP auch persönliche Kritik an Bürgermeister Franz Huhn (CDU) ein. Ihm werfen die Liberalen Effektheischende Beschuldigungen vor. Er solle einen sachlicheren Ton annehmen. Außerdem solle die Stadt keine neuen Wohnhäuser erlauben, wo es viel Fluglärm gebe.

Huhn hingegen verweist darauf, dass er den Flughafen erst attackierte, nachdem die jahrelangen sachlichen Gespräche nichts gebracht hätten. Auch alle Vermittlungsversuche hätten zu keiner Reduzierung des nächtlichen Fluglärms geführt. „Die FDP will offenbar den Flughafen vor den Menschen schützen. Wir wollen die Menschen vor dem Flughafen schützen“, sagte Huhn, der sich nicht die kommunale Entwicklung von der Flughafenleitung vorschreiben lassen will.

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Johannes Schmitz, Rhein-Sieg-Anzeiger
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