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Michaelsberg: Ein Aufzug könnte die Lösung sein

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So könnte er aussehen, der Aufzug vom Mühlentorplatz hinauf zum Katholisch-Sozialen Institut.  Foto: dpa
In der aktuellen Diskussion über die vom Erzbistum geforderte zweite Straße zum Michaelsberg, nimmt der "Rhein-Sieg-Anzeiger" die Idee eines Aufzugs unter die Lupe. Als Vorbild diente der Schrägaufzug zur Festung Ehrenbreitstein.  Von 
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Es gibt nichts, was es nicht gibt: Einen Aufzug auf einen steilen Berg jedenfalls gibt es ganz in der Nähe, hoch zur Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Wäre das ein Modell für Siegburgs Wahrzeichen? Bürgermeister Franz Huhn hatte als erster die Idee eines Aufzugs auf den Michaelsberg in die öffentliche Diskussion geworfen.

Der "Rhein-Sieg-Anzeiger" wagt sich einmal auf das Terrain der Stadtplaner: Ziel ist es, eine zweite Straße auf den Michaelsberg hinauf zu verhindern. Die hat das Erzbistum Köln für unabdingbar erklärt. Sie soll am Altenheim Kleiberg vorbeiführen und nicht nur für die Bauphase, sondern auch danach bestehen bleiben - wenn es nach der Kirche geht.

Allerdings hatte das Bistum selbst im April des vergangenen Jahres in der Auslobung des Architektenwettbewerbs für den Umbau der Abtei zum Katholisch-Sozialen Institut (KSI) geschrieben: "Die Erschließung des Abteiberges ist durch die bestehenden Straßen vorgegeben. Eine Zufahrt erfolgt vom überörtlichen Straßennetz auch künftig nur über die Achse Kaiser-Wilhelm-Platz, Mühlenstraße und Bergstraße entlang des Stadtkerns von Siegburg". Ein vom Bistum in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten ergab dagegen jetzt, dass eine zweite Straße notwendig sei.

Alle Siegburger Parteien würden diese Straße aber gern nach der Bauphase vom Berg verschwinden lassen, wenn es irgend geht. Damit dies klappt, könnte ein Aufzug vom Mühlentorplatz aus hinauf auf die Abtei die Lösung sein. Dazu wäre auf dem Platz hinter dem Kranz-Parkhotel ein Parkhaus nötig. Zum Vergleich: Das neue am Troisdorfer Bahnhof hat rund vier Millionen Euro gekostet und fasst 500 Autos. Und so viele Parkplätze wären auf dem Mühlentorplatz bei weitem nicht nötig, da es ja unter dem KSI-Anbau auf dem Berg 120 Parkplätze geben wird.

Fehlt noch der Schrägaufzug. Der wurde an der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein zur Bundesgartenschau im Jahr 2011 für 2,5 Millionen Euro gebaut. Der Aufzug kann 25 Menschen mitnehmen und überwindet rund 170 Meter Höhenunterschied auf einer Wegstrecke von 260 Metern. Und er könnte noch steilere Hänge überwinden, wie Albert Diehl, der Geschäftsführer der Schrägaufzug GmbH, sagt.

Pendelservice per Knopfdruck

Der Aufzug wird mit einem Elektromotor betrieben und braucht rund drei Minuten pro einfacher Fahrt. Wer ihn nutzen will, kann ihn per Knopfdruck anfordern. Der Personalaufwand ist also gering. Bis zu 200 Menschen nutzen ihn am Tag, die Kapazität reicht auch für mehr Fahrgäste. Der Schrägaufzug korrigiert automatisch seine Lage am Hang, die Menschen stünden immer auf einer geraden Ebene, erklärt Diehl.

AUTOR
Johannes Schmitz, Rhein-Sieg-Anzeiger
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