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Michaelsberg: Grüne träumen vom autofreien Berg

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Die Abtei auf dem Michaelsberg 
Das Bistum sieht die Baustraße am Osthang des Michaelsbergs als Dauerlösung an. Die Grünen üben harsche Kritik an dem Gutachten und dem Vorhaben und werfen der CDU vor, die Menschen zu täuschen.  Von 
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Nach der Aussage des Bistums, dass es die Baustraße am Osthang des Michaelsberges als Dauerlösung ansieht, intensivieren die Grünen ihre Gegenwehr. Sie kritisieren das Gutachten, auf das sich das Bistum bezieht und sie werfen der Siegburger CDU vor, die Menschen zu täuschen. Denn eigentlich sei ja jetzt schon klar, dass die Straße bleibe.

Dem widerspricht Jürgen Becker, der Fraktionschef der Siegburger CDU, energisch. „Der Praxistest ist immer das Beste“, sagte er. Er bleibt dabei: Sollte die Straße nach der Bauphase nicht mehr nötig sein, dann sollte sie wieder weg.
So sehen das auch SPD und FDP. Frank Sauerzweig (SPD) findet das Ansinnen des Bistums verständlich. In einer Testphase, wenn das Katholisch-Soziale Institut (KSI) seinen Betrieb aufgenommen habe, müsse man aber sehen, ob die Straße notwendig sei und tatsächlich die gewünschte Entlastung der Mühlenstraße bringe. Sollte die Straße nötig sein und es keine funktionierende Alternative geben, dann müsse sie bleiben.

Jürgen Peter (FDP) legt Wert darauf, dass das KSI in Siegburg willkommen ist. Es könne ein Anker für die Entwicklung der Dienstleistungslandschaft in Siegburg sein.

Große Investition

Es sei wichtig, dass das Bistum der Stadt vertrauen könne angesichts einer derart großen Investition von wenigstens 40 Millionen Euro. Wenn die Baustraße auf Dauer bleiben müsse, ist er bereit, das zu akzeptieren.

Damit stehen die Grünen mit ihrer Haltung alleine da. Sie sprechen sich gegen die Testphase aus und wollen die Baustraße auf keinen Fall behalten. Und nicht nur das: Auch die vom Bistum geplante Tiefgarage unter dem Anbau unterhalb der Abtei wollen die Grünen nicht.

Dadurch würde die gesamte Planung des Bistums über den Haufen geworden, denn dann würde der Anbau ein Stockwerk niedriger und der Durchgang vom Neubau in die alte Abtei würde nicht mehr funktionieren. Die Grünen wollen statt dessen einen komplett autofreien Michaelsberg haben und einen Shuttleverkehr einsetzen.

Nicht vom Tisch ist für alle Parteien die Idee eines Aufzuges vom Mühlentorplatz auf den Berg. Den müsste wohl die Stadt selber bezahlen. Aber in Kombination mit einer Tiefgarage unter, oder einer Hochgarage auf dem Mühlentorplatz, wie die Grünen sie vorschlagen, könnte ein solcher Aufzug eine neue Attraktion werden. Das Bistum hatte die Idee verworfen, vor allem aus Kostengründen.

AUTOR
Johannes Schmitz, Rhein-Sieg-Anzeiger
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