23.07.2016
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Speedway: Piste vom Tagebau zum Kraftwerk

Größtenteils wird der so genannte Speedway auf der Trasse des Kohleförderbandes gebaut, das in diesem Jahr stillgelegt wird. BILDER: WO

Größtenteils wird der so genannte Speedway auf der Trasse des Kohleförderbandes gebaut, das in diesem Jahr stillgelegt wird. BILDER: WO

Bergheim -

Der Speedway soll zum großen Teil auf der Trasse des heutigen Kohleförderbandes zwischen Niederaußem und dem Tagebau Hambach verlaufen. Die Planungen dafür sind ein Teil des Regionale 2010-Projektes „terra nova“. Auf Einladung der Stadt Bergheim stellte Landschaftsarchitekt Timo Herrmann vom Planungsbüro bbz aus Berlin zahlreichen Bürgern die konkreten Pläne für den Abschnitt zwischen Niederaußem und Glesch vor. Die Überlegungen für die Strecke bis zum Tagebau Hambach werden später gesondert vorgestellt.

Der Speedway soll dem Auge möglichst viel Abwechslung bieten, bei Glesch etwa durch zahlreiche Kiefern und Eichen, dazwischen blühende Wiesen. Entlang der Wiedenfelder Höhe wird ein vorhandener Waldweg genutzt, der mit einem Asphaltstück verbreitert wird. Ein Aussichtssteg bietet den freien Blick auf das Kraftwerk. Start und Ende der Strecke ist ein Parkplatz bei Niederaußem. Dort wird auch eine von drei „Blue Boxes“ stehen, in denen sich Informationstafeln über die Geschichte der Landschaft finden und die für Veranstaltungen genutzt werden können. Zwei weitere Gebäude sollen bei Glesch sowie am Tagebaurand bei Elsdorf stehen.

Der Weg, der behindertengerecht gestaltet werden soll, kreuzt keine Straßen, „es wird aber enge Verknüpfungen mit den Wegen aus den Stadtteilen geben“, erklärte Herrmann. Ab Mitte 2010 sollen schon einzelne Teile zugänglich sein. „Die komplette Strecke ist sicher erst nach 2011 fertig“, erläuterte der Technische Beigeordnete in Bergheim, Niels-Christian Schaffert. Einige Anregungen und Wünsche der Zuhörer wollen die Planer einbeziehen, etwa einen Bereich für Mountainbiker, „Ausstellungsstücke“ aus der Braunkohleförderung oder Zugänge in den rekultivierten Tagebau Bergheim. Auf die Anmerkung, das Zusammentreffen von Radfahrern, Reitern, Skatern und Fußgängern auf einem Weg mache den Eindruck „der A 1 morgens bei Köln“ beruhigte Herrmann: „Der Weg wird fünf Meter breit und kann auch noch ausgebaut werden.“ Vielleicht seien an speziellen Tagen Radrennen oder ein „Inliner-Tag“ möglich.


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