25.07.2016
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Trainer des 1. FC Köln: Das fordert Peter Stöger nach der Stuttgart-Niederlage

Peter Stöger

FC-Trainer Peter Stöger

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Rainer Dahmen

Köln -

Peter Stöger hat die Debatte über eine mögliche Veränderung der Verteidigungsstrategie bei gegnerischen Standardsituationen beendet, bevor sie beim 1. FC Köln überhaupt erst geführt wurde. „Von unserer Seite gibt es nicht die Überlegung, etwas zu ändern“, sagte der Trainer am Montagnachmittag. „Wenn einem etwas nicht gefällt, dann muss er kommen – und das nicht öffentlich“, erklärte der Österreicher.

Diese Worte waren wohl indirekt an Dominique Heintz gerichtet – der Innenverteidiger stellte nach dem 1:3 gegen Stuttgart am Samstag und dem bereits achten Kopfball-Gegentor des FC in dieser Saison das Konzept der Raumdeckung grundsätzlich in Frage. „Wenn du oft solche Tore bekommst, müssen wir als Abwehrspieler mal zusammen reden und sagen: O.k., vielleicht bekommt doch jeder seinen Mann zugewiesen, mit dem er mitgeht. Vielleicht sollten wir das diese Woche mal machen“, sagte Heintz. Stöger wiederum erklärte jetzt: „Ich habe noch niemanden bei uns an der Tür klopfen gehört. Es wäre nett, wenn sie kommen, bevor sie etwas zum Besten geben. Damit ist das Thema abgeschlossen.“

Zuvor musste der Österreicher im Training auf fünf Spieler verzichten. Jonas Hector weilte zwecks Marketing-Terminen mit der Nationalelf in München. Leonardo Bittencourt (Wadenprellung), Kevin Vogt (Rippenprobleme) und Marcel Risse (geprelltes Knie) pausierten, werden aber voraussichtlich am Sonntag (15.30 Uhr) beim Spiel in Wolfsburg einsatzbereit sein. Bei Dominique Heintz, der an einem Infekt leidet, bleibt der Krankheitsverlauf abzuwarten.

Nach dem Training am Montag verdeutlichte Stöger, was er sich in dieser Woche erhofft: „Eine Reaktion wäre gut von denen, die gespielt haben“, sagte der Trainer – und richtete sich dann an diejenigen, die gegen Stuttgart nicht begonnen haben: „Eine Reaktion wäre noch besser von denen, die nicht einmal in der Mannschaft dabei waren.“

Warum Gerhardt und Zoller nicht gespielt haben

Potenzielle Adressaten dieser Mischung aus Wunsch und Forderung dürften etwa Yannick Gerhardt und Simon Zoller sein, die es trotz einer jeweils starken Leistung beim 2:1-Sieg gegen Dortmund vor der Winterpause nicht in die erste Formation für das Stuttgart-Spiel schafften. „Ich wehre mich dagegen, die als die Gewinner dastehen zu lassen, die nicht gespielt haben. Das ist der falsche Ansatz, um weiterzukommen“, sagte Stöger. „Man kann nach einer Niederlage mit der Einstellung reingehen: super, ich bin der Gewinner. Man kann sich aber auch fragen: Was habe ich falsch gemacht, dass ich in einer Mannschaft, die nicht funktioniert hat, nicht einmal dabei war? Ich glaube, der zweite Ansatz ist der gesündere.“

Auf eine Nachfrage zur Situation von Gerhardt, in dessen Fall die Nicht-Berücksichtigung überraschend kam, sagte Stöger: „Wenn die Fragestellung ist, dass Yannick Gerhardt nicht dabei war, obwohl er gegen Dortmund ein überragendes Spiel gemacht hat, dann fehlt mir in der Fragestellung Simon Zoller. Es sind fünf Wochen seit diesem Spiel vergangen. Im ersten Spiel nach der Pause zählen verschiedene Eindrücke“, erklärte der Trainer und zählte die Überlegungen auf: Dinge, die schon einmal funktioniert haben; Dinge, die zum Gegner passen könnten; die frischen Eindrücke. „All das haben wir zusammengelegt – und sind nicht mit allem bestätigt worden“, sagte Stöger.


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