26.09.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
fc-banner

1. FC Köln vs. Eintracht Frankfurt: Stöger hat die 2:6-Demontage noch vor Augen

Peter Stöger

Ist sichtlich zufrieden: FC-Coach Peter Stöger

Foto:

Bongarts/Getty Images

Köln -

So klingt ein zufriedener Trainer: „Wir haben zwei ordentliche Auswärtsspiele gemacht, hatten die Möglichkeit zu gewinnen, die Mannschaft hat das gut hinbekommen“, sagt Peter Stöger. Und die Liste der Glückseligkeit geht noch weiter: „Die Spieler sind gut drauf, wir sind gut ihm Rhythmus, das merken wir auch in der Trainingsarbeit und wir haben beinahe den ganzen Kader zur Verfügung.“ Mit anderen Worten: Eintracht Frankfurt kann kommen.

Und die Eintracht kommt, für das Spiel am Samstag (18.30 Uhr, Sky, Liveticker auf ksta.de) sind 48200 Karten verkauft, es wird voll im Kölner Stadion. „Frankfurt ist schwer auszurechnen“, sagt Stöger, „sie haben eine hohe Offensiv-Qualität und sie stehen in der Tabelle hinten drin. Wir brauchen eine Leistung wie bei unseren Auswärtsspielen, um da zu bestehen.“

Das Hinspiel endete 6:2 für die Eintracht, Frankfurts Hüne Alex Meier hatte bei seinem Comeback nach ewig langer Verletzungspause gleich dreimal getroffen. „Ja“, sagt Stöger, „das ist ein wichtiger Spieler, aber das ist ja kein Geheimnis.“ Anders als im Hinspiel müsste sich das inzwischen auch in der FC-Abwehr herumgesprochen haben. „Das Spiel hat man schon noch im Kopf“, gibt Stöger zu, „es war das Spiel, in dem wir die meisten Fehler gemacht haben.“ Nicht so gut. Besser: „Das Spiel ist deshalb noch so präsent, weil es nur wenige solche Spiele von uns gegeben hat.“ Also: Dieser schwarze Fleck der Hinrunde ist abgehakt.

Lehmann zurück im Team

Ob er Meier und der Eintracht mit einer Dreier- oder Viererabwehr entgegentritt, hat Stöger noch nicht entschieden. Er ist durchaus zufrieden mit dem Umstand, dass Qualität und Größe des Kaders ihm alle Möglichkeiten bieten. „Wir haben mehr Spieler als nur eine erste Elf“, sagt er, „das weiß ich zu schätzen.“ Denn der daraus resultierende „Kampf um die bestmögliche Formation“ ermöglicht es dem Trainer, jeweils „verschiedene Spielideen“ auf dem Platz umzusetzen. Je nach Gegner, je nach Anforderung.

Zwar fehlt nach wie vor Dusan Svento im Kader, andererseits kehrt Matthias Lehmann nach Gelbsperre zurück ins Team. Die Entscheidung, wer für den Kapitän aus der Startelf rotiert, ist keine leichte, befindet Stöger. „Mir als Mensch tut das schon Leid“, sagt er, das Herz des sportlichen Leiters indes dürfte vor Freude hüpfen.

Auch der Blick auf die Tabelle könnte für Entspannung sorgen rund ums Geißbockheim: Hoffenheim und Hannover liegen je zwölf Punkte hinter dem FC auf den Abstiegsrängen, auch das Polster auf den Relegationsplatz scheint ausreichend groß. Bei der Suche nach einem belastbaren Sinn für den Rest der Saison scheut Stöger den Blick nach unten jedoch nicht: „Wir haben immer wieder erlebt, dass Mannschaften plötzlich einen Lauf bekommen – Gladbach und auch Hoffenheim haben das schon bewiesen.“ Daher geht der FC in die Restspiele mit dieser Losung: „Wenn wir nicht mehr punkten, wird es uns erwischen.“ Und: „Die magischen 40 Punkte wollen wir“, sagt Stöger, „wenn wir die beisammen haben, dann sehen wir weiter.“