25.08.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
fc-banner

Interview mit Darmstadt-Trainer Dirk Schuster: „Der Abstieg mit dem 1. FC Köln tat sehr weh“

Dirk Schuster 2015 als Trainer des SV Darmstadt 98 und 1998 als Abwehrspieler des 1. FC Köln.

Dirk Schuster 2015 als Trainer des SV Darmstadt 98 und 1998 als Abwehrspieler des 1. FC Köln.

Foto:

imago (2)

Herr Schuster, am Freitagabend erwarten Sie in Darmstadt den FC. Der Kölner Trainer Peter Stöger freut sich sehr auf das Wiedersehen. Sie auch?

Dirk Schuster: Auf jeden Fall. Wir haben uns 2000 als Spieler bei Admira Wacker Mödling nur kurz kennengelernt, aber ich habe Peter schätzen gelernt. Und ich bewundere, was er gemeinsam mit Jörg Schmadtke in Köln auf die Beine gestellt hat, wie seriös und ruhig sie beim FC arbeiten. Das ist eine große Leistung. Davor ziehe ich meinen Hut.

Welche Erinnerungen haben Sie an den Spieler Peter Stöger?

Schuster: Er war ein sehr guter Mittelfeldspieler, immer für einen tödlichen Pass gut. Er war dafür nicht der Allerschnellste. Aber er war auch neben dem Platz ein sehr lustiger Vogel, er hatte immer ein paar Sprüche in der Pipeline (lacht).

Sie waren zuvor, 1998, in Köln abgestiegen. Wie war die Zeit beim FC?

Schuster: Es war eine lehrreiche Zeit, ich habe neue Erfahrungen gemacht, vom Umfeld und von der Medienlandschaft her. Dagegen war der Karlsruher SC sehr beschaulich, da konnte man immer in Ruhe arbeiten. Für die Menschen in Köln gab es nur Schwarz oder Weiß. Ein Sieg, und man träumte vom Europapokal. Eine Niederlage, und man sah den FC in der zweiten Liga. Es tat natürlich sehr weh, dass wir erstmals in der Vereinsgeschichte abgestiegen sind – und dann auch noch den direkten Wiederaufstieg verpasst haben.

Am Freitag spielen Sie erstmals mit Darmstadt gegen den FC. Wie schätzen Sie die Kölner ein?

Schuster: Sie versuchen nicht, die Spiele mit Hurra-Fußball zu entscheiden. Sie spielen sehr sachlich. Man hat das Gefühl, sie nehmen lieber mal einen Punkt mit und sind nicht so vermessen, zu sagen, sie müssen jedes Heimspiel gewinnen. Sie haben trotzdem große individuelle Qualität – zum Beispiel Anthony Modeste im Sturm – und sie sind mannschaftlich sehr geschlossen. Aber wir wollen natürlich vor ausverkauftem Haus die Punkte behalten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite weiter

nächste Seite Seite 1 von 3