28.08.2016
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1. FC Köln vs. Stuttgart: Pokal-Fight beim Lieblingsgegner

Will mit seiner Mannschaft in Stuttgart einen echten Fight liefern: FC-Coach Stanislawski.

Will mit seiner Mannschaft in Stuttgart einen echten Fight liefern: FC-Coach Stanislawski.

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Bongarts/Getty Images

Köln -

Wieder einmal muss sich der 1. FC Köln gewaltig umstellen. Nach der Provinz-Partie beim Zweitliga-Aufsteiger SV Sandhausen, die am vergangenen Freitag 0:0 endete, reist der FC an diesem Mittwoch in die Hauptstadt Baden-Württembergs, um sich mit dem Erstligisten VfB Stuttgart im Achtelfinale des DFB-Pokals zu messen (20.30 Uhr/Sky). Eine Aufgabe, die FC-Trainer Holger Stanislawski mit Vorfreude erfüllt: "Das ist eine Herausforderung, wir sind froh, dass wir in dieser Runde dabei sind", sagte er am Dienstag - und natürlich träumt er von einer Sensation in der letzten Partie des Jahres 2012: "Wenn wir nicht gewinnen wollten, würden wir nicht antreten." Sollte der FC das Viertelfinale erreichen, erhielte er dafür etwa 800.000 Euro - Geld, das der finanziell gebeutelte Klub gut gebrauchen könnte.

Die Träumereien haben zudem eine statistische Basis. Der VfB ist ein Gegner, gegen den der FC eine gute Auswärts-Bilanz hat. Von den letzten neun Ligaspielen in Stuttgart haben die Kölner fünf gewonnen und vier Remis erreicht. In dieser Saison hat der FC zudem gegen gute Gegner seine besten Spiele gemacht - zum Beispiel beim 3:3 gegen Kaiserslautern. Oder zuletzt beim 2:2 gegen Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig.

Der VfB Stuttgart ist Tabellen-Neunter der Bundesliga, Stanislawski rühmte am Dienstag mit angemessener Ehrfurcht die "brutal hohe Einzelqualität" der VfB-Profis. Besonders hob er die Offensivkräfte Vedad Ibisevic und Martin Harnik hervor, die zusammen bereits 15 Tore geschossen haben. Stanislawski weiter: "Wir haben trotzdem eine kleine Chance, und die wollen wir nutzen."

Überhaupt fordert der Coach im letzten Spiel des Jahres letzten Einsatz von seinen Kölner Profis. "Wir müssen 90 oder 120 Minuten alles hinten anstellen und alles in die Waagschale werfen, um einen echten Pokal-Fight zu bieten. Wir müssen mutig und selbstbewusst sein. Ausscheiden, ohne mutig gewesen zu sein, tut doppelt weh."

Stuttgarts Coach Bruno Labbadia, der von 1994 bis 1995 Stürmer in Köln war, will den Gegner seinerseits auf keinen Fall unterschätzen. "Der FC hat sich stabilisiert", stellte er fest. "Sie hatten einen Umbruch und sind jetzt auf einem guten Weg. Ich erwarte ein Geduldspiel." Labbadia wird auf seinen angeschlagenen Kapitän Serdar Tasci verzichten müssen. Den Kölnern fehlen die verletzten Adil Chihi und Thomas Bröker, mehr wollte Stanislawski zu seiner Aufstellung nicht sagen.

Das FC-Team wird am Mittwochmorgen mit dem Zug nach Stuttgart reisen. "Das hat sich bewährt", sagte Stanislawski. "Auch nach Berlin sind wir am Morgen vor dem Spiel gereist." Bei der Hertha kam der FC im November zu einem 1:1. Im Pokal würde das eine Verlängerung und 120 Minuten Kampf für den FC bedeuten.
VfB Stuttgart: Ulreich - G. Sakai, Maza, Niedermeier, Boka - Kuzmanovic, Gentner - Harnik, Didavi, Traoré - Ibisevic.

1. FC Köln: Horn - Brecko, Maroh, McKenna, Hector - Matuschyk, M. Lehmann - Royer, Jajalo, Clemens - Ujah.