28.08.2016
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1. FC Köln gegen VfB Stuttgart in der Analyse: Stöger-Elf ist chancenlos gegen den VfB Stuttgart

Ernüchterung bei Anthony Modeste und Yuya Osako nach dem Gegentreffer zum 1:3.

Ernüchterung bei Anthony Modeste und Yuya Osako nach dem Gegentreffer zum 1:3.

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dpa

Köln -

Das Wichtigste zuerst

Der 1. FC Köln hat den Rückrundenauftakt vor eigenem Publikum verpatzt. Nach einer 1:0-Führung und viel Kontrolle in der ersten Halbzeit deutete nichts auf die spätere 1:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart hin. In der Tabelle bleiben die Kölner Neunter. Die leisen Europapokalträume der Fans nach 24 Punkten aus der Hinrunde haben aber einen Dämpfer erhalten. Leonardo Bittencourt verließ das Stadion nach einem Schlag auf die linke Wade humpelnd. Ob er länger ausfällt, war am Samstagabend noch nicht klar.

Das war gut

Aus Kölner Sicht die Phase kurz vor dem 1:0 durch Anthony Modeste (18.) und die 20 Minuten danach. Da spielten die Kölner sicher und mit Passagen von beachtlicher technischer Qualität. Einen ordentlichen Eindruck hinterließ auch der eingewechselte Filip Mladenovic, der bei seinem Pflichtspiel-Debüt für die Kölner mit zwei guten Flanken gefiel. An Willen und Kraft hinten heraus fehlte es nicht. Als es schon fast zu spät war, kam der FC noch einmal auf und hatte in den letzten Minuten drei, vier richtig große Chancen.

Das war schlecht

Mit zu vielen Fehlern brachten sich die Kölner selbst aus einer Partie, die sie schon im Griff hatten. Zunächst fehlte die Präzision beim letzten Ball, der eine Chance zum 2:0 ermöglicht hätte. Nach dem Rückstand gab es aber selbst diese Momente kaum noch - mit Ausnahme der Schlussphase. Die Kölner Tendenz zur fehlenden Lufthoheit im Strafraum ist ungebrochen. Das 1:2 des bemerkenswert freistehenden Timo Werner nach einem Eckball war das achte Kopfball-Gegentor der Saison. In dieser Negativ- Statistik liegt der FC in der Ligaspitze. In den drei letzten Partien fiel jeweils ein Gegentreffer nach Eckstößen - das sieht aus wie ein Trend, den Trainer Peter Stöger irgendwie stoppen muss.

Die Tore

Die Kölner Führung erzielt Anthony Modeste wie im Hinspiel mit seinem achten Saisontor von jenem Elfmeterpunkt, an dem ihn der Augsburger Torhüter Marwin Hitz im Herbst ein Loch grub. Der Franzose wählt auf dem seifigen Boden eine Variante, die ein Ausrutschen fast unmöglich macht: Er schiebt den Ball flach in die Mitte des Tores, Torwart Tyton hat auf seine linke Ecke spekuliert (19.). Vorausgegangen war ein Foul Niedermeiers an Marcel Risse nach einem Stuttgarter Ballverlust im eigenen Aufbau.

Das 1:1 leitet Pawel Olkowski mit einem ebenso vorhersehbaren wie schlecht ausgeführten Pass auf Risse ein. Filip Kostic überläuft dann Olkwoski und flankt flach. Timo Werners Abnahme kann Timo Horn noch klären, gegen Didavis Nachschuss ist der Keeper machtlos (36.). Das 1:2 fällt nach einem Eckball, als Werner zwischen Dominique Heintz und Dominic Maroh ganz frei zum Kopfball kommt (51.). Den Endstand besorgt Christian Gentner, der nur noch einschieben muss, weil Kölns Abwehr nach einem Ballverlust komplett ausgespielt ist, und der schon freistehende Lukas Rupp den noch freier stehenden Gentner sieht (83.).

Mann des Spiels

Pawel Olkowski, leider in negativer Hinsicht. Leitete nicht nur das 1:1 mit einer ganz schwachen Szene ein und sorgte damit für den Wendepunkt, sondern verpasste zuvor auch zwei Mal bei Angriffen über die rechte Seite den Moment des Abspiels, beziehungsweise traf die falsche Entscheidung. Von den Kollegen nach dem Fehler sofort getröstet, und vom Trainer nach dem 1:2 ausgewechselt.

Welches Fazit Trainer Peter Stöger nach dem Rückrundenauftakt zieht, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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