23.07.2016
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Heinz Flohe ist tot: Nino Flohe hat vom Vater viel gelernt

Nino Flohe.

Nino Flohe.

Köln -

Es passierte im Garten: „Der Junge hat Talent", kommentierte Toni Schumacher, Torhüter des 1. FC Köln, als Gast die Paraden des kleinen Flohe.

„Ich glaube schon, dass er mit dieser Aussage dafür sorgte, dass ich Torwart geworden bin", so Nino Flohe, dem erst später bewusst wurde, wie bekannt sein Vater ist.

„Als er mich öfters zu Spielen und Training mitnahm, bemerkte ich das große Interesse an seiner Person. Richtig einordnen konnte ich dies aber nicht." Verständlich, denn Nino war erst acht Jahre alt, als Heinz Flohe seine Karriere beendete.

Natürlich ist der Sohn heute stolz auf das, was sein Vater als Fußballer geleistet hat. „Schade nur, dass ich während seiner Laufbahn recht wenig von ihm hatte. Er war ja immer unterwegs."

Nachholen konnte der Filius das als Jugendfußballer beim ETSC. „Er war drei Jahre mein Trainer in der Jugend und zwei Jahre im Seniorenbereich. Und es waren keine Herrenjahre", weiß Nino zu berichten. „Aber ich habe viel von ihm gelernt. Vor allem, was die Einstellung angeht."

Nino, der mit dem berühmten Nachnamen nie Probleme hatte, schätzte nicht nur das intensive Torwarttraining, sondern auch die Konsequenz seines Vaters. „Er war zwar autoritär, aber immer gerecht. Nur wer regelmäßig trainierte und Leistung brachte, der spielte auch."

Es gab aber auch eine andere Seite. „Wenn seine Mannschaften schlecht spielten, war er sehr verärgert und sprach manchmal tagelang kein Wort. Er ist sogar einmal bei einem Pokalspiel nach der Pause einfach nach Hause gefahren", verrät Nino, der ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Vater pflegte.

Das vom späteren Nationaltorhüter Toni Schumacher erkannte Talent reichte zwar nicht zur Profikarriere, dennoch ist der Ex-Oberliga-Keeper des SC Jülich 10 und ETSC mit dem Erreichten zufrieden. „Zumal ich mit 18 Jahren an der Hüfte schwer operiert werden musste." (tj)