26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Kommentar: Novakovic passt nicht ins Konzept
14. January 2013
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Kommentar: Novakovic passt nicht ins Konzept

Milivoje Novakovic (l.) und Trainer Willi Breuer.

Milivoje Novakovic (l.) und Trainer Willi Breuer.

Foto:

Herbert Bucco

Welch trauriges Bild: Milivoje Novakovic trainiert einsam am verschneiten Geißbockheim. Der 1. FC Köln will ihn nicht mehr, ihn, den einstigen Torhelden des Klubs. Fußball kann so grausam sein – oder doch nicht? Betrachtet man die Geschichte hinter dem Bild, besteht kein Grund, in Tränen auszubrechen. Das Verhalten des Klubs mag herzlos erscheinen, er hat jedoch keine andere Wahl. Novakovic ist kein Spieler, der in das neue Jugend- und Herzblut-Konzept des FC passt. Der Verein sucht bescheidene Akteure, die sich für den Klub zerreißen. Dieser Gattung gehört der extravagante Slowene ganz bestimmt nicht an.

Als Vorbild nicht geeignet

Novakovic schoss zwar seine Tore für die Kölner, gab aber auch immer wieder Anlass zu ernsten Zweifeln an der Professionalität seiner Lebensweise. Oder anders ausgedrückt: Einen wie ihn lässt der FC besser nicht auf seine junge Mannschaft los, denn er taugt nicht als Vorbild.

Dass der Spieler auf seinen Vertrag pocht, ist verständlich. Wieso sollte er auf das viele Geld verzichten, das ihm zugesichert wurde, als beim FC noch geprotzt und nicht sparsam kalkuliert wurde? Im Juni 2011 verlängerte der ehemalige Sportdirektor Volker Finke den bis 2012 gültigen Kontrakt des damals schon 32-Jährigen gleich bis 2014. Welcher Teufel Finke damals geritten hat, ist sein Geheimnis – und zwar ein teures.
Denn wie auch immer sich der Klub mit Novakovic einigt – billig wird die Trennung nicht. Noch teurer wäre es allerdings, Novakovic spielen zu lassen – auch wegen der von ihm ausgehandelten hohen Tor- und Punktprämien.