28.08.2016
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Sportmanager: 1. FC Köln denkt an Schmadtke

Vor Abschied aus Hannover: Jörg Schmadtke

Vor Abschied aus Hannover: Jörg Schmadtke

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dpa

Köln -

Nach monatelangen Querelen ist Jörg Schmadtke als Geschäftsführer Sport bei Hannover 96 zurückgetreten. Am Mittwoch erklärte der 49-Jährige seinen sofortigen Abschied, obwohl er einen unbefristeten Vertrag beim Bundesligisten besaß. „Ich glaube, dass die Entscheidung richtig ist“, sagte Schmadtke. Der Konflikt mit Trainer Mirko Slomka hatte Schmadtke zermürbt.

Das Duo hatte zuletzt sogar die Kommunikation eingestellt – obwohl beide Hannover von einem Abstiegskandidaten zu einem Europa-League-Teilnehmer formten.

Zu seiner nun wieder offenen Zukunftsplanung äußerte sich Schmadtke nicht. Zuletzt wurde er vor allem und wiederholt mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht. Vor rund einem Jahr galt er am Geißbockheim als aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge des entlassenen Volker Finke. Der „Express“ berichtete im April 2012 sogar von einer feststehenden Verpflichtung Schmadtkes im Falle der Wahl Werner Spinners zum FC-Präsidenten – was Schmadtke empört zurückwies.

Dennoch riss der Kontakt nie ab. Auch, weil der FC nach dem Abstieg Schmadtkes damaligen Chefscout Jörg Jakobs verpflichtete. Beide hatten vor dem gemeinsamen Engagement in Hannover bereits bei Alemannia Aachen zusammengearbeitet. Angesprochen auf eine mögliche Reunion des Duos in Köln, sagte FC-Geschäftsführer Wehrle: „Herr Schmadtke und Herr Jakobs haben in Hannover lange Zeit sehr gut zusammengearbeitet. Deshalb freuen wir uns, dass Herr Jakobs jetzt bei uns tätig ist. Unsere volle Konzentration gilt jetzt den nächsten Spielen.“

Da Jörg Jakobs beim FC die Position des Sportmanagers zugesichert ist, müsste ein Mann mit Schmadtkes Meriten neben Finanzchef Alexander Wehrle beim FC auf der Geschäftsführerebene, zuständig für Sport, angesiedelt werden. Denkmodelle, wie solch eine Lösung zu finanzieren wäre, gibt es beim Klub. Entscheidungen gibt es noch nicht.