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Lukas Podolski im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft.

Nach dem „Fall Amachaibou“ hat der Fußball-Bundesligist mit dem Landesligisten einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Rhein-Erft-Kreis - Die Spürnasen des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln sind im ganzen Land unterwegs. Manchmal auch im benachbarten Ausland. Dass das Glück allerdings nicht immer in der Ferne liegen muss, ist spätestens seit dem Durchbruch von Lukas Podolski klar. Von einem Hartplatz in Bergheim ins Nationaltrikot - im Schnelldurchgang. Bereits in der U 21-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes ist Lukas Sinkiewicz angelangt. Auch er kommt aus Bergheim. Und diese Strategie wollen die Kölner fortsetzen. Aus gutem Grund: Feierten die Kölner doch in den 70er Jahren mit ihrer regionalen Spielersichtung die größten Erfolge der Vereinsgeschichte.

Allerdings gibt es auch genügend Gegenbeispiele dafür, dass längst nicht alle Talente im Netz der Kölner Spielerbeobachter hängen bleiben. Nationalspieler Torsten Frings aus Alsdorf bei Aachen ist ein Beispiel dafür. Abdenour Amachaibou ein weiteres. Der 18-jährige Kerpener kam bei Bayer Leverkusen nicht zurecht, wechselte nach Alemannia Aachen und steht heute in Diensten von Borussia Dortmund. Mittlerweile gehört der trickreiche Stürmer der U 18-Nationalmannschaft an. Wie aus gut unterrichteten Kreisen jedoch zu erfahren war, sollen die Kölner an einer Verpflichtung des gebürtigen Marokkaners interessiert sein. Eine Rückholaktion, die vermutlich am Veto der Borussia scheitern dürfte. Außerdem gibt es ein Gentleman Agreement, das die Verpflichtung von Jugendspielern unter den Bundesligisten unterbinden soll.

Im Falle des Pulheimers Marco Quotschalla hat der 1. FC Köln bereits 2001 Nägel mit Köpfen gemacht. Der heute 17-Jährige wurde als Zwölfjähriger mit einem Achtjahresvertrag ausgestattet. Bis dahin einmalig in Deutschland. Bundesweite Schlagzeilen waren die Folge. Mit dem Druck schien der Youngster spielend fertig zu werden, schaffte den Sprung in die Juniorenauswahlmannschaften des DFB, ehe eine schwere Verletzung dazwischenkam und Quotschalla entscheidend zurückwarf. Nach Ansicht von Kölns Jugendtrainer Frank Schaefer sogar soweit, dass Einsätze in der A-Junioren-Bundesliga wohl nicht zu erwarten wären.

Mit der Folge, dass sich Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen für seine aus der Bundesliga abgestiegenen U 19-Auswahl mit Quotschalla verstärkte. Auf Leihbasis. „Marco braucht Spielpraxis. Und die kann ihm hier als jüngerer Jahrgang A-Jugend keiner garantieren“, hält FC-Jugendgeschäftsführer Christoph Henkel den Wechsel in die Printenstadt für eine sinnvolle Variante. „Eine Rückkehr ist natürlich nicht ausgeschlossen“, schiebt Henkel nach. Vater Norbert Quotschalla betrachtet die Situation ziemlich entspannt: „Fußball ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Und wenn er sich durchbeißt, wird er gestärkt aus dieser Situation herausgehen und seinen Weg gehen.“

Den Weg zum 1. FC Köln findet womöglich Sebastian Golz. Der 16-jährige Frechener in Diensten des SV Blau-Weiß Kerpen überzeugte die Kölner Scouts im Mittelrhein-Pokalfinale der B-Junioren derart, dass kurzfristig ein Probetraining am Geißbockheim anberaumt wurde, „obwohl die Kaderplanungen eigentlich abgeschlossen sind“, wie Henkel betonte. Ein Wechsel nach Alemannia Aachen lehnte Golz dagegen kategorisch ab. Ebenso wie Klubkamerad Dennis Ehlert, der im Pokalfinale gegen Marco Quotschalla spielte und eine großartige Leistung bot. Der 16-Jährige aus Bergheim-Thorr spielt in der Mittelrheinauswahl und gilt im Fußballkreis Rhein-Erft als eines der größten Talente. Neben dem 1. FC Köln soll auch Bayer Leverkusen Interesse an Ehlert haben.

Ein Tauziehen um die beiden Kerpener Talente zwischen den beiden Bundesligisten wird es allerdings nicht geben, besteht doch seit gut zwei Jahren zwischen dem 1. FC Köln und SV Blau-Weiß Kerpen ein Kooperationsvertrag, der den Kölnern ein Vorgriffsrecht vor allen anderen Bundesligisten einräumt und zeigt, dass die Kölner ihre Lektion gelernt haben.

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