29.09.2016
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Niederlage gegen den VfL Bochum: Bayer 04 hinterlässt im letzten Test viele Fragen

Tin Jedvaj

Tin Jedvaj

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Bucco

Leverkusen -

Wie das immer so ist nach dem letzten Test: Die letzte Form von Gewissheit hat er nicht gebracht. Auch Bayer 04 Leverkusen wird erst am Samstag wissen, wie gut die Vorbereitung auf die Rückrunde wirklich war. Das Spiel gegen den VfL Bochum war am Dienstag mit einem 1:2 zu Ende gegangen, das Spielraum für alle Arten der Interpretation offen ließ. Sicher war nur, dass noch nicht alles geklappt hat.

Trainer Roger Schmidt machte auch „mangelnde Frische“ für die Niederlage verantwortlich. „Man hat gesehen, dass wir uns nach dem Trainingslager noch nicht ganz akklimatisiert haben. Die Beine waren noch ein bisschen schwer. Jetzt haben wir nur drei Tage Zeit, uns für Hoffenheim in Wettkampfform zu bringen.“

Chancenverwertung als großes Manko

Schmidt hatte am Dienstag nichts unversucht gelassen. Er stellte dem guten Testgegner aus der Zweiten Liga zwei komplette Teams gegenüber. Eines in der ersten Halbzeit und ein auf elf Positionen anderes in der zweiten. Als Konstante in der Komplett-Rotation blieb aber, wie der Werksklub mit großen Torchancen, normalen Torchancen, Vorstufen von Torchancen und Ansätzen von Torchancen umging: Verschwenderisch bis fahrlässig. Das war schon die Geschichte der Vorrunde gewesen. „Daran arbeiten wir permanent, und wir müssen noch besser werden“, sagte Schmidt.

Weil die Bochumer sich hervorragend aufs Kontern verstehen, so bewiesen am Samstag beim 5:2-Sieg über Mönchengladbach, wurden sie inmitten Leverkusener Überlegenheit immer wieder gefährlich. Das 1:0 der Gäste bereitete Chicharito mit einem Ballverlust in der eigenen Hälfte vor, was Losilla zu einem Kunstschuss über den aufgerückten Torhüter Bernd Leno zum 1:0 nutzte (14.) Der Ausgleich fiel in der zweiten Halbzeit nach einem groben Fehler von VfL-Torhüter Manuel Riemann (52.), der kurz danach einen nicht konsequent geschossenen Elfmeter von Karim Bellarabi hielt. Kurz vor Schluss erzielte Arvydas Novikovas nach einem Konter das 1:2.

Schmidt lässt Transfer offen

In beiden Halbzeit-Mannschaften hatte Roger Schmidt Stammspieler, Reservisten und Nachwuchs bunt gemischt. Auch hier ließ das Spiel vor 825 Zuschauern finale Bewertungen nicht zu. Tin Jedvaj hielt auf der rechten Abwehrseite 45 Minuten lang durch, offenbarte aber nach einem Jahr fast ohne Spiele Anpassungsprobleme. Auf der linken Abwehrseiten hatte Benjamin Henrichs (18) viele Szenen und bewies körperliche Robustheit, wackelte aber defensiv ein, zweimal. Seine Umschulung vom zentralen Mittelfeldmann zum Außenspieler ist noch nicht abgeschlossen.

Ob Bayer 04 auf diesen Positionen auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist noch unklar. Trainer Roger Schmidt wollte das Interesse am französischen Nationalspieler Mathieu Debuchy nicht bestätigen. „Wir haben drei Rechtsverteidiger. Im Moment stehen wir da nicht unter Druck.“


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