25.07.2016
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Leihgeschäft: Bellarabi kehrt zur Eintracht zurück

Karim Bellarabi wird an Braunschweig verliehen.

Karim Bellarabi wird an Braunschweig verliehen.

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Rainer Dahmen

Leverkusen -

Im Englischen spricht man von einer Win-win-Situation – wenn es in einem Vorgang nur Nutznießer, aber keine Verlierer gibt. Das gilt für den Transfer, den Bayer 04 Leverkusen am Mittwoch publik gemacht hat: Demnach wechselt U-21-Nationalspieler Karim Bellarabi ab sofort und bis Ende der Saison auf Leihbasis zu Eintracht Braunschweig.

Beim Aufsteiger handelt es sich im konkreten Fall nicht um irgendeinen, sondern genau den Klub, in dem der Spieler zum vielversprechenden Fußballprofi herangereift ist, ehe er 2011 beim Werksklub anheuerte; sein Vertrag in Leverkusen läuft noch bis Juni 2015.

Der vor 23 Jahren in Berlin geborene und in Bremen aufgewachsene Sohn einer Marokkanerin und eines Ghanaers, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und vor drei Jahren in der U-20-Auswahl und anno 2012 im U-21-Team des DFB debütierte, war als Jugendlicher beim FC Oberneuland vom damaligen Braunschweiger A-Jugend-Trainer und heutigen Chefcoach Torsten Lieberknecht entdeckt und zur Eintracht geholt worden. Mit ihr schaffte er 2011 den Aufstieg in die Zweite Liga, wozu er acht Tore beisteuerte.

Nach seinem Wechsel zu Bayer 04 hatte der trickreiche und schnelle Angreifer aber immer wieder Verletzungspech. Zunächst setzte ihn eine Sprunggelenks-Blessur lange außer Gefecht, im Oktober 2012 erzwang eine hartnäckige Schambeinverletzung eine mehrmonatige Pause. Erst vor wenigen Wochen zur Vorbereitung auf die neue Saison kehrte er ins Teamtraining zurück.

Von einem Stammplatz in der Werkself ist er nichtsdestotrotz weit entfernt, so dass die Ausleihe nach Braunschweig für alle Seiten Sinn macht. Bayer-Sportchef Rudi Völler fasste es am Mittwoch so zusammen: „Karim ist ein hochtalentierter Spieler, der bei uns schon seine Fähigkeiten hat aufblitzen lassen. Nun braucht er Spielpraxis, die er in Braunschweig momentan wohl eher erhalten wird als bei uns. Wir sind überzeugt davon, dass wir an ihm nach seiner Rückkehr noch viel Freude an ihm haben werden.“