23.07.2016
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Bayer-Remis in Hoffenheim in der Analyse: Werkself mit schlechter Chancenverwertung in Hoffenheim

Ömer Toprak köpft zum Ausgleich für Bayer Leverkusen.

Ömer Toprak köpft zum Ausgleich für Bayer Leverkusen.

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Bongarts/Getty Images

Das Wichtigste zuerst

Bayer 04 Leverkusen ist zum Rückrundenauftakt nicht über ein 1:1 gegen die TSG Hoffenheim hinausgekommen. Jiloan Hamad hatte 1899 in Führung gebracht, zum Leverkusener Ausgleich traf Ömer Toprak.

Die Tore

1:0, Jiloan Hamad (40. Minute): Einen Eckball der Hoffenheimer köpft Leverkusens Stürmer Stefan Kießling vor die Füße von Jiloan Hamad. Der 25-Jährige nimmt den Ball volley und trifft ins rechte Toreck.

1:1, Ömer Toprak (75. Minute): Ein Tor der Kategorie Holterdipolter. Nach einer Ecke schießt Calhanoglu aus der Distanz auf das Tor von Oliver Baumann. Ömer Toprak hält den Fuß in den Schuss, der TSG-Keeper lenkt den Ball an den Pfosten. Den Abpraller stochert Toprak zu Tah, dessen Schuss gelangt über Umwege auf den Kopf von Ömer Toprak, der im dritten Versuch trifft.
Mann des Spiels

Tin Jedvaj. Der 20-Jährige spielte nach der langen Verletzungspause bei seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Bundesligasaison eine gute Partie, war in den Zweikämpfen präsent und bewies, dass er stark aus seiner Auszeit zurückgekommen ist.

Moment des Spiels

Der Hoffenheimer Pfostenschuss in der 59. Minute. Schmid schießt den Ball aus der Drehung an den Innenpfosten, der Abpraller landet bei Bernd Leno. Der erlangt keine Kontrolle, klärt aber den Nachschuss. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Leverkusen nach einem 0:2 noch einmal zurückgekommen wäre.

Das war gut

Die Erkenntnis, dass Tin Jedvaj zumindest eine Stunde lang gut mithalten kann. Außerdem die Chancenerarbeitung der Werkself. Laufwege, Schnittstellenpässe – all das sind Dinge, die gut funktionieren. Es muss aber mehr daraus gemacht werden. (siehe: Das war schlecht)

Das war schlecht

Abermals: Die Chancenverwertung. Was schon in der Hinrunde ein großes Problem war, scheint auch nach der Winterpause nicht behoben zu sein. Bayer 04 hatte viele Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Einige davon noch bevor Hoffenheim in Führung ging, einige davon in der Schlussphase. Leverkusen war allzu fahrlässig und hat so den möglichen Sieg aus der Hand gegeben

Das sagen die Trainer

Roger Schmidt: Wir hätten heute natürlich gerne gewonnen. Wir waren vielleicht etwas überrascht, dass Hoffenheim anfangs eher abwartend reagiert hat. Nach hinten raus hatten wir noch genügend klare Möglichkeit, das Spiel auch zu gewinnen. So müssen wir eben mit dem Punkt leben.

Huub Stevens: Natürlich war es schwer für uns, ins Spiel zu kommen. Wenn man dann aus dem Nichts das 1:0 macht, dann geht auch etwas in den Köpfen der Spieler. In der zweiten Halbzeit müssen wir uns eigentlich belohnen, aber wir haben das zweite Tor nicht gemacht. Das Ergebnis ist enttäuschend, aber das ist die Art und Weise wie wir spielen müssen, um da unten wegzukommen.

Das sagen wir

Im ersten Spiel nach der Winterpause hat Bayer 04 das gleiche Problem wie in großen Teilen der Hinrunde: Das Team hat die Kontrolle über das Spiel und erarbeitet sich gute Chancen, lässt diese aber ungenutzt. Leverkusen hatte großes Glück, dass Hoffenheim die schwache Phase der Werkself nach der Führung nicht genutzt hat – und später Pech, dass nicht doch noch ein Auswärtssieg gelungen ist. Letztlich nützt das Unentschieden Leverkusen auf dem Weg in die Champions League nur wenig. Dazu muss sich das Team von Roger Schmidt noch steigern – insbesondere was die Chancenverwertung angeht.