29.09.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

3:1 gegen Frankfurt: Bayer-Sieg mit Zwangspause

Frankfurter Hooligans sorgen für eine Spielunterbrechung in Leverkusen.

Frankfurter Hooligans sorgen für eine Spielunterbrechung in Leverkusen.

Foto:

AFP

Leverkusen -

Mit 3:1 (2:0) hat Bayer 04 Leverkusen am Samstag seinen Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt gewonnen.

Das Wichtigste zuerst (und das Zweitwichtigste danach)

Was ist bei so einem Spiel das Wichtigste? Der Fußball oder der Umstand, dass die Partie nach 16 Minuten für sechs Minuten unterbrochen werden musste, weil aus dem Frankfurter Block die Reste vom Silvesterfeuerwerk auf den Platz geschossen sowie Bengalos und Knallkörper gezündet wurden? Nach Meinung derjenigen, die die Unterbrechung verursacht haben, sind sie das Wichtigste. Und da sie entschlossen und wohl auch letztlich in der Lage sind, zu bestimmen, wann Fußball gespielt wird und wann nicht, sind sie wohl leider wichtig. Vor zwei Jahren hatte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Frankfurter Fans intensiv filzen lassen. Diesmal gab es im Vorfeld keine Hinweise und keine Ganzkörperkontrollen. Prompt tobten sich die Gästefans aus. Aus Rache? „Ich kann nicht nachvollziehen, was in den Köpfen vorgeht“, sagte Frankfurts Vorstandchef Heribert Bruchhagen. Holzhäuser erwägt, die zu erwartende fünfstellige Geldstrafe auf die Eintrittspreise für die Frankfurter Fans bei den nächsten Gastspielen umzulegen. Die Frage ist, ob der DFB das erlaubt. Immerhin hat Leverkusen per Video vier Verdächtige gefunden. Ob sie verurteilt werden, und - falls ja - ob sie Leverkusens Geldstrafe übernehmen müssen (und genug Geld dafür haben) – wer weiß.

Nun also zum Zweitwichtigsten: Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bot Leverkusen eine gute Leistung und entschied das Spiel durch einen Doppelschlag von Boenisch und Kießling nach einer halben Stunde vor. André Schürrle erhöhte in der 59. Minute auf 3:0, ehe Frankfurts Alexander Meier im Duell der Top-Torjäger mit Kießling nachzog (78.). Kießling hat jetzt 13 Saisontreffer, Meier 12. Löw war aber wohl nicht wegen der beiden Stürmer gekommen, sondern wegen der jungen aufregenden Frankfurter wie Rode oder Jung oder Oczipka. Von denen bekam er nicht viel zu sehen.

Weiter mit der Analyse:

Das war gut, das war schlecht

Das sagen die Trainer, das sagen wir


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?