28.08.2016
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Bayer 04 Leverkusen: Ein Schritt Richtung Millionengeschäft

Andre Schürrle feiert das 4:0 mit Simon Rolfes, Sidney Sam und Jens Hegeler.

Andre Schürrle feiert das 4:0 mit Simon Rolfes, Sidney Sam und Jens Hegeler.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Das Wichtigste zuerst

Bayer 04 Leverkusen hat die Punkteverschwendung der Vorwochen eingestellt und gegen den Tabellen-17. TSG Hoffenheim einen höchst verdienten 5:0-Sieg erzielt. Der Vorsprung auf Schalke 04, den vermeintlich härtesten Rivalen im Kampf um Platz 3, ist vier Spieltage vor Schluss auf sieben Punkte angewachsen.

Das war gut

Die spielerische Leichtigkeit, mit der Bayer 04 den um den Klassenverbleib kämpfenden Gegner zerlegte. Mit Ausnahme der Viertelstunde nach der Pause tat sich zwischen den Teams ein Klassenunterschied auf, der auch in diesem Ergebnis seinen angemessenen Niederschlag fand.

Das war schlecht

Der vermeintliche Zwang, mit dem Bundesligaschiedsrichter nach Strafraumfouls wie dem von Polanski an Kießling in der 23. Minute neben Elfmeter auch noch einen Platzverweis erteilen müssen. In Leverkusen hätte sich kein Mensch beschwert, wenn Chef-Referee Guido Winkmann dies unterlassen hätte. Dass Rolfes den Elfmeter vergab, spielte da schon keine Rolle mehr. Spätestens von dem Moment an war Hoffenheim verloren. 

Die Tore

Allesamt sauber und schön und mit individueller Klasse heraus gespielt. Kießling erzielte das 1:0 hochwertig per Volley und das 3:0 entschlossen mit dem Kopf. Schürrle betäigte sich beim 2:0 und beim 4:0 als Präzisionsschütze mit dem rechten Fuß. Reinartz behielt beim 5:0 im Strafraumgetümmel den Überblick und jagte den Ball nach einem Standdribbling unter die Latte.

Mann des Spiels

Trotz eines famosen André Schürrle (zwei Tore, eine Vorlage) war dies Stefan Kießling (zwei Tore, einen Elfmeter erwirkt), der in seinem gefühlt tausendsten Spiel in frisch, aggressiv, entschlossen und trotzdem elegant wirkte. Besser als im Frühjahr 2013 war der 29-Jährige nie.

Moment des Spiels

Man könnte meinen, es war die Elfmeterszene. Aber vermutlich hätte Bayer 04 auch unabhängig davon 5:0 gewonnen.

Das sagen die Trainer

Sascha Lewandowski: „Wir hatten einen hervorragenden Nachmittag. Bei der Roten Karte konnte ich mit dem Kollegen mitfühlen, uns war das ja letzte Woche auf Schalke passiert. Aber ich glaube, wir haben sie für unseren Sieg heute nicht gebraucht.“

Markus Gisdol: „Meine Mannschaft ist nicht stabil genug, eine Rote Karte einfach wegzustecken. Der Gegner war uns heute einfach in allen Belangen überlegen.“

Das sagen wir

Verdienter Leverkusener Sieg in der Höhe. Die Werkself kann sich den dritten Platz bis Saisonschluss und nur selbst nehmen.