25.07.2016
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Bayer-Profi: Sam zieht den DFB vor

Sidney Sam im DFB-Trikot.

Sidney Sam im DFB-Trikot.

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dpa

Leverkusen -

Die alljährliche große Reisewelle hat Bayer 04 Leverkusen erfasst. Neben den Urlaubern gibt es insgesamt 13 Spieler, die noch internationale Aufgaben haben. Am Dienstag reisten jene fünf Leverkusener, die für die US-Reise der A-Nationalmannschaft nominiert sind, nach Frankfurt. Am Mittwochmorgen fliegt der DFB-Tross nach Miami. Die Auswahl trifft am 29. Mai (20.30 Uhr, ARD) in Boca Raton auf Ecuador und am 2. Juni (20.30 Uhr, ZDF) auf die USA.

Zur Fraktion aus Leverkusen gehört auch Sidney Sam (25), der noch die Möglichkeit hat, sich für Deutschland oder Nigeria als Verband zu entscheiden. "Für mich war ganz klar, dass ich für Deutschland spielen möchte", sagt Sam, der 1988 in Kiel als Sohn eines Nigerianers und einer Deutschen geboren wurde. Der Verband Nigerias hätte Leverkusens Flügelspieler gern für den Confederations Cup nominiert, für den sich die Westafrikaner als Afrika-Cup-Sieger im Februar qualifiziert haben.

Die DFB-Elf ist nach der Halbfinal-Niederlage bei der EM gegen Italien beim WM-Probelauf in Brasilien nicht dabei. Allerdings könnte Sam auch nach einem Einsatz bei der USA-Reise noch für Nigeria auflaufen. Die Testspiele zählen nicht für die Verbandsentscheidung, ebenso wenig die Pflichtspiele für die U 21. Einen Wechsel schließt Sam aber aus: "Daran denke ich überhaupt nicht." Das wird auch sein Klub gern hören. Der Confed-Cup wird vom 15. bis 30 Juni gespielt, bereits am 24. Juni beginnt bei Bayer 04 wieder die Saisonvorbereitung.

Trotz des Spielermangels herrscht an der BayArena weiter Aktivität. Die Physiotherapeuten absolvieren eine Fortbildung, Sami Hyypiä wird nach einigen Tagen Urlaub seine Trainer-Ausbildung fortsetzen. Der Finne soll als Kopf der sportlichen Leitung auch künftig den Titel "Teamchef" tragen.

Als solcher kann Hyypiä in der nächsten Saison wohl auf die Dienste des Griechen Sokratis von Werder Bremen zählen. Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sagte, er rechne mit dem Abschluss und der Einigung über die Ablösesumme in dieser Woche. Die kolportierten Summen von zehn Millionen Euro Forderung und 8,5 Millionen Angebot wollte er nicht kommentieren. Werder-Manager Thomas Eichin sagte: "Leverkusen ist interessiert, aber wir sind uns nicht einig."

Fix ist der Wechsel von Leverkusens Hajime Hosogai (26) zu Hertha BSC und seinem Augsburger Ex-Trainer Jos Luhukay. Die Berliner zahlen angeblich eine Million Euro in zwei Raten für den Japaner. Die Hängepartie um André Schürrle dauert dagegen an. "In zwei, drei Wochen" rechnet Holzhäuser mit der Lösung des komplexen Tausch und Kauf-Knäuels. Die Besetzung des Trainerpostens beim FC Chelsea wird dabei ebenso eine Rolle spielen wie im Fall von Daniel Carvajal. Real könnte den Außenverteidiger zurückkaufen, wenn der Mourinho-Nachfolger an ihm Gefallen fände. "Dani will bei uns bleiben. Ob es für Real jetzt schon reicht, weiß ich nicht", sagt Holzhäuser.